Beim 2:0 gegen Dynamo Dresden ging Sahr Senesie zwar leer aus, aber sein Stellenwert für die Mannschaft ist unbestritten.

BVB II: Sahr Senesie lässt sich noch Zeit

"Signal vom BVB freut mich"

Thomas Tartemann
05. April 2008, 10:16 Uhr

Beim 2:0 gegen Dynamo Dresden ging Sahr Senesie zwar leer aus, aber sein Stellenwert für die Mannschaft ist unbestritten.

"Aufgrund seiner Erfahrung ist er unverzichtbar", sagt Trainer Theo Schneider. Bei seiner Planung im Hinblick auf die neue Spielzeit hofft der Coach darauf, dass Senesie Gefallen an einer Vertrags-Verlängerung findet. Wie der Stürmer den Sachverhalt sieht, verrät er im Interview mit RevierSport.

Sahr Senesie, wie gestaltet sich Ihre Zukunfts-Planung?
Ich habe im neuen Jahr erst zwei Spiele für die Regionalliga-Mannschaft gemacht, weil es mehrere Rückschläge gab und ich mich wieder heranarbeiten musste. Trotzdem gibt es zurzeit drei Angebote aus der Zweiten Liga für mich. Das rechne ich den Vereinen hoch an. Bei zwei Interessenten könnte ich heute unterschreiben.
Machen Sie das?
Nein, ich möchte mich im April noch nicht entscheiden, sondern in den kommenden Wochen mit dem BVB weitere Punkte für die Qualifikation zur dritten Bundesliga sammeln. Es ist absolut legitim, dass ich parallel mit anderen Clubs spreche, aber es ist nichts spruchreif. Das ist auch keine Hinhalte-Taktik von mir.
Hat die Borussia schon einen Zug unternommen?
Ja, ich habe ein Signal vom BVB. Manager Michael Zorc hat mit mir schon kurz gesprochen, aber es ging noch nicht um Laufzeiten oder andere Details. Mich freut aber, dass der Verein einen ersten Schritt gemacht hat. Bevor wir aber weiter zusammenarbeiten, müssen einige Dinge festgelegt und geklärt werden.

Wäre eine Doppel-Rolle in der Reserve und als Alternative bei den Profis denkbar?
Die neue dritte Bundesliga finde ich schon interessant. Der BVB ist für mich eine Herzensangelegenheit, ich liebe diesen Verein. Das ist keine Floskel.
Dabei besagt eine alte Fußball-Weisheit, dass ein Spieler nie zwei Mal für den gleichen Club auflaufen sollte...
Ja, den Spruch kenne ich. Wenn ich in Hoffenheim geblieben wäre, dann würde ich heute schon in der Zweiten Bundesliga auflaufen. Ich habe mich aber für den schwierigen Weg entschieden, bin zurück zum BVB gewechselt und zähle seit zwei Jahren zu den Leistungsträgern in der Regionalliga-Truppe. Ich habe mein Image verbessert, nehme den Fußball ernst, habe jeden Tag meinen Arbeitsplan, nach dem ich mich richte. Insofern ist die Option, bei Borussia zu bleiben, nicht ganz abwegig.

Sie gehen stets kritisch mit Ihren Leistungen um. Wie beurteilt sich Sahr Senesie im Moment selbst?
Bisher habe ich sieben Tore erzielt, wenn man bedenkt, dass ich in acht Spielen gefehlt habe, ist die Quote gar nicht so schlecht. Ich fühle mich nach meinem Muskelfaserriss und den zwei Erkrankungen, die mich immer wieder zurückgeschmissen haben, topfit. Für mich fängt die Rückserie jetzt im Prinzip richtig an. Mein Ziel ist es, mich in den kommenden Partien zu steigern und richtig Gas zu geben, damit wir zusammen das große Ziel erreichen können.

Autor: Thomas Tartemann

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