Im vierten Spiel nach dem Trainerwechsel bejubelte der VfL Kemminghausen endlich den ersten Saisonsieg. Am vergangenen Wochenende gelang ein 5:2 beim VfL Kamen. Damit fuhr das neue Trainerduo Mirco Ehrenfried und Marc Steinmann den ersten Lohn seiner Arbeit ein. Ehrenfried erläutert im Gespräch mit revierkick.de, worauf es für ihn im Abstiegskampf ankommt und welche Teams seiner Meinung nach ebenfalls um den Liga-Erhalt zittern müssen.

Im Interview: Mirco Ehrenfried (Trainer VFL Kemminghausen)

"Hier soll wieder eine Gemeinschaft entstehen"

Felix Guth
20. Oktober 2006, 16:33 Uhr

Im vierten Spiel nach dem Trainerwechsel bejubelte der VfL Kemminghausen endlich den ersten Saisonsieg. Am vergangenen Wochenende gelang ein 5:2 beim VfL Kamen. Damit fuhr das neue Trainerduo Mirco Ehrenfried und Marc Steinmann den ersten Lohn seiner Arbeit ein. Ehrenfried erläutert im Gespräch mit revierkick.de, worauf es für ihn im Abstiegskampf ankommt und welche Teams seiner Meinung nach ebenfalls um den Liga-Erhalt zittern müssen.

revierkick.de: Was lief beim ersten Saisonsieg in Kamen anders als in den Spielen zuvor?

Ehrenfried: "Jeder hat mittlerweile begriffen, dass wir in unserer Situation nur durch Kampf und Einsatz zum Erfolg kommen können. Deshalb war das auch in dieser Höhe völlig verdient. Ich hoffe, dass uns das jetzt Auftrieb gibt. Zumindest war es schon mal ein sehr befreiender Moment, den ersten Sieg sicher zu haben."

revierkick.de: In welchem Zustand haben Sie und Marc Steinmann die Mannschaft vorgefunden?

Ehrenfried: "Es ist derzeit so, dass wir sehr viel im konditionellen Bereich aufholen müssen. Diese Arbeit hat sich in Kamen zum ersten Mal ausgezahlt. Das kann man aber dem Vorgänger nicht anlasten, es lag viel mehr daran, dass einige Spieler wegen Krankheit, Verletzung oder Urlaub die Vorbereitung verpasst haben."

revierkick.de: Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Marc Steinmann beschreiben?

Ehrenfried: "Wir sind absolut gleichberechtigt, was Aufstelllung und Training angeht. Wir haben die gleiche Fußball-Philosophie und haben ja hier in Kemminghausen auch schon zusammen gespielt."

revierkick.de: Wie sieht diese Philosophie aus?

Steinmann: "Das Körperliche ist uns zunächst sehr wichtig und wir können in unserer Situation nur kurzfristig denken. Deshalb müssen wir erstmal die Fitness stärken und den Spaßfaktor heben, damit hier wieder eine Gemeinschaft entsteht. Auf längere Sicht wollen wir aber auch stärker taktisch arbeiten, damit wir irgendwann auch wieder schönen Fußball spielen."

revierkick.de: Wen sehen Sie als Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt?

Ehrenfried: "Alstedde wird sicher dabei sein und auch die Joboxers werden uns da unten erstmal begleiten, obwohl ich damit eigentlich nicht gerechnet hatte. Die ÖSG Viktoria ist eine Mannschaft mit ähnlichem Potenzial wie wir. Auf längere Sicht können auch Kaiserau und Lünen noch Probleme bekommen."

Autor: Felix Guth

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