Nach elf Jahren in der Formel 1, der Königsklasse des Motorsports, und sechs Siegen, hat Ralf Schumacher eine neue sportliche Herausforderung angenommen. Ab dieser Saison tauscht der 32-Jährige seinen Formel 1-Toyota gegen einen DTM-Boliden von Mercedes-Benz ein. Bevor es am 13. April beim Saison-Auftaktrennen am Hockenheimring ernst wird, präsentiert sich Ralf Schumacher und die DTM am kommenden Sonntag, 6. April, auf der Düsseldorfer Königsallee den Motorsportfans.

DTM: Debütant Ralf Schumacher steht vor einer Riesenherausforderung“

„Sehe mich als Lehrling“

04. April 2008, 09:41 Uhr

Nach elf Jahren in der Formel 1, der Königsklasse des Motorsports, und sechs Siegen, hat Ralf Schumacher eine neue sportliche Herausforderung angenommen. Ab dieser Saison tauscht der 32-Jährige seinen Formel 1-Toyota gegen einen DTM-Boliden von Mercedes-Benz ein. Bevor es am 13. April beim Saison-Auftaktrennen am Hockenheimring ernst wird, präsentiert sich Ralf Schumacher und die DTM am kommenden Sonntag, 6. April, auf der Düsseldorfer Königsallee den Motorsportfans.

Ralf Schumacher, wessen Idee war Ihr DTM-Einstieg?
Durch den Kontakt und durch die jahrelange Freundschaft zu Norbert Haug hat sich diese Chance entwickelt. Dass ich einmal bei Gelegenheit ein DTM-Auto testen würde, hatten Norbert und ich schon vor langer Zeit ausgemacht. Wir haben in unserer gemeinsamen Zeit in der Formel 1 – natürlich meist nach den Rennen - immer wieder darüber gesprochen und jetzt gab es die Möglichkeit.

Was hat Ihre Frau Cora dazu gesagt?
Meine Frau hat meine Entscheidung begrüßt. Zum einen, weil sie ganz genau weiß, wie unleidlich ich werden kann, wenn ich zu lange ohne Motorsport zu Hause bin und zum anderen weil sie ein Motorsport-Fan ist und die DTM mag.

Ihre Erwartungen sind vor der ersten Saison eher gedämpft, Mercedes-Sportchef Norbert Haug spricht von hohen zweistelligen Startpositionen. Ist das Realismus oder kalkuliertes Understatement?
Das ist ganz klar Realismus und man muss einfach abwarten. Es gibt viel zu lernen für mich, aber ich habe Spaß dabei und stehe vor einer riesengroßen Herausforderung. Ich sehe mich als Lehrling in einer Serie auf höchstem Niveau. Meine erste DTM-Saison wird sicher ein Lehrjahr sein. Ich werde mich erst einmal auf die neue Situation einstellen müssen, das wird sicherlich keine einfache Herausforderung für mich sein, und sie wird im hinteren Drittel des Feldes beginnen.
Was verbinden Sie persönlich mit Düsseldorf?
Düsseldorf ist eine tolle Stadt mit einer unglaublich großen Palette an verschiedensten Angeboten. Ob Museen, Gastronomie oder auch zahlreiche Sportevents – hier kommt jeder auf seine Kosten. Besonders der neue Medienhafen und die vielen guten Restaurants finde ich klasse. Leider bin ich viel zu selten in Düsseldorf. Ich freue mich deshalb sehr, dass die DTM-Saisoneröffnung hier zum dritten Mal in Folge stattfindet.
Was versprechen Sie sich von der Saisonpräsentation in Düsseldorf?
Ich bin wirklich sehr gespannt, was mich hier erwartet. Ich freue mich riesig. Im vergangenen Jahr kamen 180.000 Zuschauer an die Königsallee, um Fahrer und Rennautos zu sehen. Das ist schon eine sehr beeindruckende Zahl und zeigt die hohe Popularität der DTM. Meine Fahrerkollegen sagten mir, dass hier zudem eine tolle Stimmung herrscht und genau das ist ja das Ziel der Präsentation: Motorsport auf höchsten Niveau zum Anfassen und das mitten in der Stadt. Die Zuschauer sind auf der Kö so nah wie sonst nirgendwo dran am Geschehen. Das macht gerade den Reiz sowohl für die Fans als auch für uns Fahrer aus.

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