Über den ersten Dreier im neuen Jahr konnte sich Klaus Täuber nicht wirklich freuen. Das 1:0 in Brakel musste der VfB Hüls teuer bezahlen.

Hüls: Bis auf Fidan sind alle Stürmer platt

Improvisations-Künstler Täuber

tt
02. April 2008, 23:04 Uhr

Über den ersten Dreier im neuen Jahr konnte sich Klaus Täuber nicht wirklich freuen. Das 1:0 in Brakel musste der VfB Hüls teuer bezahlen. "Bei Richard Baron gibt es Probleme am Syndesmoseband, bis gestern lag noch keine genaue Diagnose vor.

Markus Krawietz hat sich eine Zerrung zugezogen und fällt zwei, drei Wochen aus. Dazu kommt Seyfullah Kalayci, der auf matschigem Trainings-Rasen hängengeblieben ist und sich am Außenband verletzte. Das dauert ein paar Wochen", zählt Coach Täuber die Lazarett-Besucher durch.

Dass es ausgerechnet die komplette "Abteilung Attacke" erwischte, passt dem Ex-Profi verständlicherweise überhaupt nicht in den Kram. "Klar hast du zwischendurch immer den einen oder anderen Ausfall, aber für uns kommt es zurzeit knüppeldick. Wir müssen jetzt einige Spiele so durchkommen und etwas umstellen. Anders geht es nicht", sagt Täuber.

Mit Hasan Fidan steht ihm momentan nur ein einziger Stürmer zur Verfügung, wobei der ehemalige Essener nicht als absoluter Knipser gilt. Täuber: "Ich sehe ihn eher als wendigen Rechtsaußen, der mehr vorbereitet. Marcel Olschewski, der über links Impulse bringt, ist für den Angriff keine Option. Ihn brauche ich im Mittelfeld. Außerdem klebt ihm wirklich das Pech an den Stollen, er setzt sich zwar oft gut durch, trifft aber nicht."
Als Maßnahme gegen die Personal-Sorgen zieht der Trainer ab sofort Adi Cetera, der eigentlich aus eigenem Antrieb Wettkampf-Erfahrung in der Reserve sammeln wollte, wieder nach oben: "Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen."

Logischerweise muss der Linienchef auch von seinem üblichen System abrücken. "Vielleicht wählen wir die Variante, die auch Schalke 04 spielt", überlegt Täuber, "die Ausrichtung mit mehreren Spitzen kann ich mir von der Backe schmieren. Wir werden nicht alles umschmeißen, müssen aber irgendwie tricksen." Eine Variante: Irfan Durdu, der sonst stark in die Rückwärtsbewegung eingebunden wurde, bekommt mehr Freiheiten. Täuber: "Er soll sich frei nach vorne entfalten, dahinter räumen zwei Sechser ab. Grundsätzlich erwarte ich von den Mittelfeld-Leuten mehr Torgefahr. In den letzten Partien haben Tino Westphal und Michael Planhof getroffen, da dürfen ruhig auch andere Leute ran."

Autor: tt

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren