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Türkische "Gastgeber" wüten im Westfalenstadion

03. Dezember 2003, 16:55 Uhr

Beim "Heimspiel" des türkischen Vertreters Galatasaray Istanbul in der Champions League gegen Juventus Turin ist es im Dortmunder Westfalenstadion zu "erheblichem Sachschaden" auf der Tribüne und dem Spielfeld gekommen.

Undankbar haben sich die türkischen Fans am Dienstagabend beim Champions-League-Spiel zwischen Galatasaray Istanbul und Juventus Turin (2:0) im Dortmunder Westfalenstadion präsentiert. In der Ausweich-Heimspielstätte von "Gala" entstand hoher Sachschaden, weil mehrere hundert Sitzschalen von türkischen Fans herausgerissen worden sind. Auch das Spielfeld wurde durch viele auf den Rasen stürmende Anhänger nach dem Schlusspfiff "umgegraben". Trotzdem wird das Bundesliga-Heimspiel der Borussia gegen Hertha BSC Berlin am Samstag wie geplant stattfinden können, wie BVB-Pressesprecher Josef Schneck verlauten ließ.

"Fans" verursachen 100.000 Euro Sachschaden

Für die Regulierung der Schäden im Westfalenstadion ist neben einem bestehenden Versicherungsschutz Galatasaray Istanbul als Gastgeber des Spiels verantwortlich. Der entstandene Schaden soll im Bereich von rund 100.000 Euro liegen.

Italienischer Zuschauer mit Feuerwerkskörper verletzt

Insgesamt blieben aber die befürchteten Ausschreitungen weitgehend aus. Lediglich einer von rund 4000 italienischen Zuschauern wurde verletzt, nachdem ein Feuerwerkskörper in den italienischen Block abgefeuert worden war. Die beiden türkischen Übeltäter wurden nach Polizeiangaben ermittelt und vorläufig festgenommen. Nach dem Spiel veranstalteten die meisten der 44.000 Fans einen Autokorso von in der Innenstadt zum Borsigplatz und feierten den Sieg friedlich.

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