Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik.

BVB: Einzelkritik gegen Bochum

Tinga stark / Innenverteidigung bleibt Kernproblem

31. März 2008, 18:26 Uhr

Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik.

Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 26. Spieltag.

Marc Ziegler (5): Eine Szene mit Symbolcharakter: Ein Balljunge rollt dem Dortmunder Keeper den Ball zu und der lässt das Leder durch die Finger rutschen (58.). Vor dem 1:0 (4.) sieht er ganz alt aus, als er Azaouaghs Freistoß nach vorne abprallen lässt, und auch beim dritten Gegentreffer nicht frei von Schuld (42.). Seine schwächste Saisonleistung.

Antonio Rukavina (3): Der Serbe war einer der ersten, die sich aus der Anfangslethargie lösen konnten. Immer wieder preschte er über die rechte Seite vor, ihm fehlte allerdings die Genauigkeit, um der Partie deutlicher seinen Stempel aufzudrücken.

Mats Hummels (4-): Unter der Woche noch von allen Seiten gelobt, machte die Bayern-Leihgabe in den ersten 15 Minuten alles falsch, was man falsch machen konnte. So hätte sein Fehlpass (12.) gut und gerne zum dritten frühen Gegentreffer führen können. In der Folge weitaus konzentrierter, wenngleich nicht fehlerlos.

Christian Wörns (4-): Wie sein Nebenmann Hummels zunächst gar nicht in der Partie und mit einigen Patzern (6., 12.). Nach einer Viertelstunde wurde der Routinier schlagartig besser und vor allem in der Luft sicherer. Dumm nur, dass er sich äußerst unnötig die fünfte Gelbe Karte fing (74.).

Leonardo Dédé (3): Der Brasilianer lieferte mehr Licht als Schatten und bereitete die ersten beiden Treffer per Freistoß vor (36., 39.). Beim Bochumer 2:3 (42.) sieht er zwar unglücklich aus, den Fehler muss man allerdings bei Valdez suchen.

Sebastian Kehl (3-): Der „Sechser“ im BVB-Mittelfeld hatte maßgeblichen Anteil an der Dortmunder Aufholjagd und ging jederzeit sehr präsent in die Zweikämpfe. Einzige Ausnahme: Seine amateurhafte Vorstellung vor dem 0:2 gegen Azaouagh (8.), als er sich vom Bochumer schwindelig spielen ließ.

Florian Kringe (3-): Dank der engagierten Vorstellung seines Hintermanns Rukavina kam auch der 27-Jährige nach schwachem Beginn besser in die Partie und hatte Pech, als sein guter Schussversuch (40.) abgeblockt wurde. Auch in Hälfte zwei mit viel Dampf über rechts und einigen schönen Offensivszenen (52., 79.).

Tinga (2+): Der Brasilianer war der mit Abstand stärkste Borusse und Kopf der Dortmunder Aufholjagd. Der Dauerläufer hatte zunächst Pech, als zwei Kopfbälle ihr Ziel nur knapp verfehlten (16., 26.), in Hälfte zwei dann mehr Glück im Abschluss (65.).

Giovanni Federico (5): Über die ersten 15 Minuten hüllt man besser den Mantel des Schweigens, doch auch danach kam der frühere Karlsruher kaum in Schwung. Er zeigte zwar zunächst den Willen, etwas zu bewegen, verlor ihn mangels Erfolg auch schnell wieder.

Mladen Petric (3): In den ersten Minuten bekam der Kroate kaum Bälle, hatte danach aber einen großen Anteil daran, dass der BVB zurück in die Partie fand. Stark, wie er sich immer wieder in die Bochumer Abwehr bohrte (24., 40., 50.). Mit seinem Kopfball-Treffer zum 2:2 (39.) trug er sich nun schon zum 13. Mal in die Torjägerliste ein.

Nelson Valdez (4): Wieder eine unglückliche Partie des Paraguayers, dessen zu kurzer Pass das dritte Bochumer Tor einleitete (42.). In Hälfte zwei muss er eine Dédé-Flanke im Kasten unterbringen (54.), um sich selbst für seinen überragenden kämpferischen Einsatz zu belohnen.

Diego Klimowicz (3): Dortmunds Edeljoker war kaum in der Partie, da übernahm er schon den Bärenanteil am dritten Dortmunder Treffer. Wunderbar sein Doppelpass mit Petric, den Tinga schließlich vollendete (65.). Auch danach war der Argentinier stets anspielbar und ein Aktivposten im Borussen-Angriff.

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