Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik.

MSV: Einzelkritik gegen Bremen

Ishiaku sorgt für Wirbel

31. März 2008, 18:18 Uhr

Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik.

Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 26. Spieltag.

Tom Starke (3-): Musste sich über mangelnde Arbeit nun wahrlich nicht beklagen. Bei einigen Distanzversuchen wirkte er nicht ganz sicher, ein Herauslaufen gegen Sanogo wäre kurz nach der Halbzeit fast ins Auge gegangen. In der Endphase mit drei sehr guten Paraden.
Michael Lamey (3): Deutlich engagierter, wacher, impulsiver als in vielen Spielen zuvor. Auf der rechten Außenbahn nach dem Seitenwechsel wegen des Werder-Drucks zwar mit Dauerbeschäftigung, dafür aber auch mit guten Ideen in der Vorwärts-Bewegung. Eine ganz wichtige Rettung gegen Klasnic (51.).

Iulian Filipescu (4): In den Eins-gegen-Eins-Duellen im und am Strafraum half ihm auch das zweifellos vorhandene "Auge" wenig. Sah mehrmals die Hacken von Diego, Klasnic oder Rosenberg. Ein intensiver Körperkontakt mit Frings blieb ohne Elferpfiff. Löschte einen gefährlichen Konter ab.

Björn Schlicke (2-): Nach Verletzungs-Pause mit gutem Comeback. Räumte in der Startphase jeden Kopfball ab, dirigierte, grätschte und kämpfte vorbildlich. Tolle Vorarbeit auf Ishiaku zum 0:2. Lediglich ein Wackler, als er gegen Rosenberg über den Ball trat (65.).

Pablo Caceres (4): Musste sich in der Drangphase den Offensiv-Vorstößen von Nationalspieler Clemens Fritz stellen, was nicht immer souverän über die Bühne ging. Holte sich Gelb wegen Zeitspiels ab, musste deswegen in den Zweikämpfen zum Schluss stark aufpassen.

Ivica Grlic (3): Sein Freistoß-Tor stellte die Weichen auf Sieg. Sehr engagiert im Mittelfeld, hohes Lauf-Pensum, bügelte auch hinten den einen oder anderen Brandherd aus. Verletzungsbedingt nach 63 Minuten ausgetauscht.
Adam Bodzek (2-): Hut ab vor dem Pechvogel des letzten Jahres. Engte wirkungsvoll und zumeist fair die Kreise von Werder-Genie Diego ein, konnte läuferisch bis zum Ende voll Paroli bieten. Wichtig bei Balleroberung im Mittelfeld.

Mihai Tararache (3): Fast schon artistisch, wie er eine brenzlige Aktion mit der Brust (!) Richtung Eckfahne entschärfte. Hatte die meisten Ballkontakte, war eminent wichtig, um Werders Versuche zu unterbinden.

Maicon (4): Eine Konter-Situation hätte mehr bringen müssen, aber er brachte nur einen Roller zustande. Glänzte zwar zwischendurch mit perfekter Ballbehandlung, sollte aber seinen Hang, das Spiel unnötig zu drosseln, nicht überreizen.
Claudiu Niculescu (4-): Was der Rumäne an Hochkarätern ausließ, ging auf keine Kuhhaut. Feuerte vier Schüsse auf Tim Wiese ab, machte aber längst nicht so viele Wege wie sein Sturmpartner.
Manasseh Ishiaku (2-): Großes Pensum, gab keinen Ball verloren. Klasse, wie er den Körper gegen Naldo einsetzte und an Wiese vorbei das 0:2 erzielte. Ein Kopfball strich um Haaresbreite am Lattenkreuz vorbei.

Christian Tiffert (3): Kam nach etwas mehr als einer Stunde, leitete zwei gefährliche Konter ein und brachte Ruhe in die mitunter hektischen Aktionen.

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