In Erkenschwick ist in diesen Tagen Geduld gefragt. Denn nach wie vor ist die Zukunft des finanziell angeschlagenen Traditions-Clubs offen. Ob die Insolvenz abgewendet werden kann, wird sich in spätestens 14 Tagen entscheiden. Zum einen muss der Verein am 15. April die Lizenzierungs-Unterlagen beim Verband einreichen, zwei Tage später steigt dann die Jahres-Hauptversammlung.

Erkenschwick: Hoffnungen ruhen auf "Bergbau"-Vereinen BVB und S04

Flossbachs Geduldsprobe

tr
29. März 2008, 20:52 Uhr

In Erkenschwick ist in diesen Tagen Geduld gefragt. Denn nach wie vor ist die Zukunft des finanziell angeschlagenen Traditions-Clubs offen. Ob die Insolvenz abgewendet werden kann, wird sich in spätestens 14 Tagen entscheiden. Zum einen muss der Verein am 15. April die Lizenzierungs-Unterlagen beim Verband einreichen, zwei Tage später steigt dann die Jahres-Hauptversammlung.

"Ich weiß, dass hinter den Kulissen mächtig gearbeitet wird", sind Trainer Holger Flossbach die Hände gebunden. "Besonders unser Ehrenpräsident Anton Stark engagiert sich hervorragend, um den Verein doch noch zu retten. Die Jungs arbeiten an Lösungen, aber konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht."

Vom Engagement der Verantwortlichen ist der Coach indes mehr als begeistert: "Wenn es am Ende wirklich schief gehen sollte, haben wir zumindest alles versucht." Doch eine große Hoffnung hegt der gebürtige Marler noch: "Die ganze Region hofft auf Borussia Dortmund. Wenn der BVB gegen uns spielt, ist es für uns die halbe Miete. Im Sommer kommt dann Schalke. Beide Clubs haben sich dem Bergbau verschrien und deshalb werden wir wohl auch zusammenhalten."

Das ist auch am heutigen Sonntag gefragt, wenn sich die Ahlener Reserve im Stimberg-Stadion die Ehre gibt. Denn in der Rückrunde hat Erkenschwick zuhause noch keinen Zähler eingefahren. "Diese Serie muss reißen", ballt Flossbach die Faust. "Das sind wir alleine unseren treuen Fans schuldig, die die Mannschaft immer wieder nach vorne peitschen."

Trotz der mageren Heimausbeute macht er sich über das Ziel NRW-Liga allerdings keine Gedanken: "Wir haben sieben Punkte Vorsprung und noch neun Spiele vor der Brust. Wenn das nicht machbar ist, weiß ich auch nicht." Flossbach weiter: "Wir sind nicht einfach zu bespielen, das haben wir ja schon mehrfach bewiesen. Sportlich werden wir uns Hausaufgaben machen. Darin sehe ich keine Probleme."

Und mit RWA kommt eine lösbare Aufgabe, oder? "Das ist eine Überraschungstüte", meint Flossbach: "Die kann man gar nicht richtig analysieren, denn jede Woche sieht das Gesicht der Truppe anders aus. Das wird ein hartes Kaliber, die haben die letzten beiden Spiele schließlich nicht verloren. Aber im letzten Saisondrittel ist eh kein Match mehr leicht. Wenn wir von Beginn an hellwach sind, mache ich mir auch keine Gedanken." Denn Geduld muss er ja ohnehin noch genug aufwenden...

Autor: tr

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