Arsenal London steht vor dem heutigen Champions-League-Duell gegen Dynamo Kiew unter Druck. Sollten die

Jens Lehmann muss mit Arsenal unbedingt gewinnen

cle
05. November 2003, 14:56 Uhr

Arsenal London steht vor dem heutigen Champions-League-Duell gegen Dynamo Kiew unter Druck. Sollten die "Gunners" erneut verlieren, wäre das Team so gut wie ausgeschieden. Zum Spitzenspiel kommt es in der Gruppe C.

Nach dem frühen Ausscheiden in der vergangenen Champions-League-Saison droht Arsenal London in diesem Jahr ein ähnliches Schicksal. Sollten die Londoner mit dem deutschen Torwart Jens Lehmann heute Abend im heimischen Highbury gegen Dynamo Kiew (20.45 Uhr/live bei Premiere) erneut verlieren, wären die in der Königsklasse bislang sieglosen "Gunners" so gut wie ausgeschieden. Nach sechs Spielen ohne Sieg in der Champions League fürchtet man beim ungeschlagenen Tabellenführer der Premier League um den internationalen Ruf.

"Du kannst nicht behaupten, zu den besten Teams Europas zu gehören, wenn du in der Champions League regelmäßig verlierst", sagte Arsenals Stürmer Dennis Bergkamp. Der Niederländer fehlte wegen seiner Flugangst bei den Auswärtsspielen gegen Lokomotive Moskau (0:0) und Dynamo Kiew (1:2). Nur beim 0:3-Debakel gegen Inter Mailand zu Hause war er dabei. "In der Meisterschaft spielen wir tollen Offensivfußball, doch in der Champions League agieren wir mit angezogener Handbremse", meinte Bergkamp.

Bergkamp: "Wir müssen unsere letzte Chance nutzen."

Die Handbremse sollten die Londoner am Mittwoch unbedingt lösen, denn im Falle einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg von Konkurrent Inter Mailand gegen Lokomotive Moskau würde der Rückstand zu Platz zwei auf acht Punkte anwachsen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen wäre das Achtelfinale nicht mehr zu erreichen. "Jeder bei uns weiß, worum es geht. Jetzt müssen wir unsere letzte Chance nutzen", forderte Bergkamp.

Konkurrent Inter Mailand will Arsenal auf keinen Fall unfreiwillige Hilfestellung leisten und dafür selbst siegen. Die Lombarden befinden sich nach dem 2:0 in der Liga beim AC Chievo im Aufwind. Die Krise mit der Entlassung von Trainer Hector Cuper scheint überwunden. Gegen Moskau sollen es Christian Vieri und Alvaro Recoba im Sturm richten. "Die russische Mannschaft ist gefährlich, doch wir sind wieder oben auf und werden zu Hause die Punkte einfahren", meint Inter-Präsident Massimo Moratti.

Anderlecht will mit Sieg in Glasgow dranbleiben

In der Gruppe A mit Spitzenreiter Bayern München setzt Schlusslicht Celtic Glasgow vor dem vorentscheidenden Spiel gegen den RSC Anderlecht auf seine Heimstärke. Zu Hause triumphierten die Schotten in der Champions League gegen Lyon mit 2:0, in der Ferne gab es gegen Bayern (1:2) und Anderlecht (0:1) Niederlagen. "Wir sind im Soll und haben das Weiterkommen bei zwei Heimspielen noch selbst in der Hand", glaubt Celtic-Stürmer John Hartson an eine gute Chance aufs Achtelfinale.

Der belgische Rekordmeister Anderlecht könnte für die große Überraschung in der Gruppe A sorgen. Mit einem Sieg bei Celtic hätte das Team aus Brüssel den zweiten Platz in der Gruppe gefestigt und den stärker eingeschätzten Konkurrenten Olympique Lyon auf Distanz gehalten.

In der Gruppe D kommt es beim spanischen Vizemeister und Champions-League-Debütanten Real San Sebastian zum Top-Spiel. Tabellenführer Juventus Turin wäre bei einem Sieg so gut wie im Achtelfinale. Trainer Marcello Lippi muss auf den verletzten Star-Stürmer David Trezeguet verzichten, dafür soll Shooting-Star Fabrizio Miccoli auflaufen. Der Nationalspieler, den Juve vor der Saison von Perugia gekauft hatte, feiert in San Sebastian seine Champions-League-Premiere. Die noch punktlose Mannschaft von Olympiakos Piräus kämpft zu Hause gegen Galatasaray Istanbul um ihre letzte Chance.

Echtes Spitzenspiel in der Gruppe C

Ein echtes Spitzenspiel erlebt am Mittwoch auch die Gruppe C, in der Deportivo La Coruna beim französischen Vertreter AS Monaco antreten muss. Der PSV Eindhoven braucht als Dritter zu Hause gegen AEK Athen unbedingt einen Sieg, um den Kontakt auf den zweiten Platz nicht vorzeitig abreißen zu lassen. Athen hingegen, das bislang nur einen Zähler auf dem Konto hat, wäre bei einer erneuten Niederlage so gut wie aus dem Rennen.

Autor: cle

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