Magath kehrt mit VfB an alte Erfolgsstätte zurück

er
04. November 2003, 22:45 Uhr

Der VfB Stuttgart reist heute in der Champions League zum griechischen Klub Panathinaikos Athen. An der Stätte seines Triumphes im Landesmeister-Cup 1983 will Felix Magath den Grundstein für das Achtelfinale legen.

Felix Magath kehrt heute (20.45 Uhr MEZ/live in Premiere) mit dem VfB Stuttgart in der Champions League an die Stätte seines größten Triumphes zurück. In der Partie der Schwaben bei Panathinaikos Athen soll der Grundstein für den ersehnten Sprung ins Achtelfinale der "Königsklasse" und einen weiteren Zahltag gelegt werden. Doch 20 Jahre nach dem Gewinn des europäischen Landesmeister-Cups mit dem Hamburger SV in der griechischen Metropole, Magath hatte am 25. Mai 1983 den 1:0-Sieg der Hanseaten gegen Juventus Turin in Athen mit einem fulminanten Fernschuss sichergestellt, bleibt dem VfB-Trainer-Manager wenig Zeit für nostalgische Momente.

"Wir wollen unbedingt ins Achtelfinale. Ein Punktgewinn ist wichtig, ein Sieg würde natürlich zusätzliches Selbstvertrauen geben", sagte Magath und forderte den dritten Sieg im vierten Spiel in der Eliteklasse. Doch ausgerechnet die Erfolgsserie der seit über fünf Monaten in der Bundesliga ungeschlagenen Stuttgarter bereitet dem Erfolgstrainer ein wenig Kopfschmerzen: "Meine Spieler wissen ja gar nicht mehr, wie es ist zu verlieren", mahnte Magath vor weitreichenden Auswirkungen einer möglichen Schlappe: "Man darf sich jetzt nicht einlullen lassen."

Abwehrchef Bordon fällt aus

Alles andere als eine Niederlage in der Olympiastadt von 2004 ist in den Hochrechnungen des Vizemeisters trotz des Ausfalls von Abwehrchef Marcelo Bordon (Leistenoperation) fest eingeplant. "Vier Punkte aus den nächsten zwei Spielen und wir sind durch. Sechs Zähler sind aber unser Ziel", betonte Kapitän Zvonimir Soldo, der die Partie gegen die Glasgow Rangers am 26. November im Gottlieb-Daimler-Stadion zum "wahren Endspiel" auserkoren hat. Um den Druck für diese Begegnung zu verringern, ist ein "Dreier" in Athen quasi Pflicht.

Fan-Proteste bei den "Kleeblättern"

Auf einen "heißen Tanz", wie der bei Panathinaikos spielende ehemalige Bundesliga-Profi Markus Münch prophezeite, werden sich die Stuttgarter in Athen aber einstellen müssen. Beim Champions-League-Viertelfinalisten der Saison 2001/2002 ist nach dem 0:0 am Wochenende bei Aufsteiger Halkidona Piräus Feuer unterm Dach. Schließlich bewarfen die aufgebrachten Panathinaikos-Fans Trainer Itzhak Shum, Klub-Chef Argiris Mitsou und die Spieler mit Schalensitzen. Aus Protest erwägen die Panathinaikos-Anhänger offenbar sogar, dem Match gegen die Schwaben geschlossen fern zu bleiben.

Trotzdem ist Griechenlands Nationalcoach Otto Rehhagel überzeugt: "Panathinaikos wird mehr zeigen als noch im ersten Spiel in Stuttgart." Allerdings plagen die "Kleeblätter" personelle Probleme. Sotiris Kyriakos (Kreuzbandriss) sowie der polnische Nationalangreifer Emmanuel Olisadebe (Knieprobleme) fallen weiterhin aus. Dagegen steht Linksverteidiger Takis Fissas wieder zur Verfügung.

Autor: er

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