Drei Wochen nach dem überragenden Sieg über Manchester United will der VfB Stuttgart heute Abend gegen Panathinaikos Athen nachlegen. Doch VfB-Trainer Felix Magath warnt vor den Griechen.

Stuttgart empfängt Athen in der "Königsklasse"

ac
22. Oktober 2003, 14:21 Uhr

Drei Wochen nach dem überragenden Sieg über Manchester United will der VfB Stuttgart heute Abend gegen Panathinaikos Athen nachlegen. Doch VfB-Trainer Felix Magath warnt vor den Griechen.

Heute gehen für den VfB Stuttgart die Festtage in der "Königsklasse" weiter. Ein Sieg im dritten Spiel der Champions League gegen Panathinaikos Athen (20.45 Uhr/live in Premiere) ist sowohl aus sportlicher als auch aus finanzieller Sicht eigentlich schon Pflicht. "Wir müssen unbedingt gewinnen, wenn wir ins Achtelfinale wollen", betonte Teammanager Felix Magath vor dem letzten Hinrundenspieltag, an dem die in der Bundesliga seit über fünf Monaten unbesiegten Schwaben die Voraussetzungen für einen weiteren Zahltag schaffen könnten.

Nachdem von der UEFA bereits 15 Millionen Euro für die Champions-League-Qualifikation flossen, wartet beim Erreichen der Runde der letzten 16 ein Zuschlag von rund 1,7 Millionen Euro. Für das Viertelfinale sind sogar weitere 2 Millionen Euro ausgelobt. Eine Finanzspritze wäre für den klammen Vizemeister Gold wert - nicht zuletzt, um sich im Vertragspoker mit den Nationalspielern Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen.

Doch trotz der vermeintlich guten Ausgangsposition gegen den griechischen Vizemeister, der bislang nur gegen die Glasgow Rangers (1:1) punktete und bei "ManU" (0:5) ein Debakel erlebte, warnte Magath vor dem Team um den früheren Bundesligaprofi Markus Münch. "Es wird ein ganz anderes Spiel als das Duell mit Manchester. Panathinaikos wird defensiv agieren und auf schnelle Konter setzen." Das sei immer sehr gefährlich, betonte der VfB-Coach.

Stuttgarter Stadion erneut ausverkauft

Magath war indes zuversichtlich, vor 50.348 Zuschauern im erneut ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion Kapitän Zvonimir Soldo aufbieten zu können. Der 35-Jährige laboriert zwar seit dem Wochenende an einer Wadenverletzung und konnte bislang nicht mit der Mannschaft trainieren, will aber im Duell mit seinem ehemaligen kroatischen Nationalmannschafts-Kollegen Silvio Maric unbedingt spielen.

Auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten hofft auch Stuttgarts griechischer Auswahlspieler Ioannis Amanatidis. "Ich kann gegen Athen eigentlich gar nicht schlecht spielen", sagte der zuletzt nur auf der Ersatzbank sitzende Stürmer selbstbewusst und empfahl sich Magath: "Ich kenne die Laufwege der Athener und bin natürlich heiß auf einen Einsatz."

Derweil stapelt der Champions-League-Viertelfinalist von 2002 bewusst tief. "Stuttgart kann die drei Punkte fast schon einplanen. Unsere Konzentration gilt der nationalen Meisterschaft", behauptete Panathinaikos-Edelreservist Münch angesichts von zuletzt sieben Jahren ohne Meistertrophäe. Der Ex-Gladbacher hat in dieser Saison für den Tabellenzweiten aus Griechenland, in dessen Reihen fünf hellenische Nationalspieler stehen, noch keine Partie über die volle Distanz absolviert.

Personalprobleme bei Panathinaikos

Ein Einsatz Münchs ist aber dennoch nicht ausgeschlossen, denn den israelischen Panathinaikos-Trainer Itzhak Shum plagen große Personalsorgen. Der rumänische Spielmacher Lucian Sanmartean wurde am Montagmorgen verletzungsbedingt aus dem Kader gestrichen, zudem fallen der polnische Nationalstürmer Emmanuel Olisadebe (Knieprobleme) sowie die beiden griechischen Nationalverteidiger Sotiris Kyriakos (Kreuzbandriss) und Jannis Goumas (Sperre) aus.

Autor: ac

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