Wenn man sich auf die Suche nach den bisher schlechtesten Mannschaften, also der Spezies des „Punktelieferanten“, an Rhein und Ruhr begibt, ist man überrascht wie viele Mannschaften noch ohne einen einzigen errungenen Punkt das Tabellenende zieren. Und als wenn das nicht schon Strafe genug wäre, leisten sich diese Teams dann meistens auch noch ein ebenso fatales Torverhältnis. [i]Eine Herbstbilanz[/i]

Kurioses: Wer ist die schlechteste Mannschaft an Rhein und Ruhr?

Von der Spezies des „Punktelieferanten“

18. Oktober 2006, 17:39 Uhr

Wenn man sich auf die Suche nach den bisher schlechtesten Mannschaften, also der Spezies des „Punktelieferanten“, an Rhein und Ruhr begibt, ist man überrascht wie viele Mannschaften noch ohne einen einzigen errungenen Punkt das Tabellenende zieren. Und als wenn das nicht schon Strafe genug wäre, leisten sich diese Teams dann meistens auch noch ein ebenso fatales Torverhältnis. [i]Eine Herbstbilanz[/i]

Wer aber glaubt, das „Null-Punkte-Gespenst“ geistere nur durch die unterste Spielklasse, sieht sich getäuscht. Den klassenhöchsten Vertreter der Gattung „Punktelieferant“ stellte bis zum 7. Spieltag die Mannschaft von RW Wacker Bismarck. Der Landesligist hat nach den sportlichen Enttäuschungen und teilweise chaotischen Zuständen im Verein allerdings seine Mannschaft mittlerweile vom Spielbetrieb zurückgezogen.

Somit teilen sich den vakant gewordenen Titel des klassenhöchsten „Punktelieferanten“ jetzt drei erfolglose Bezirksligisten. Aramäer Ahlen (BL 9 Westfalen), DJK TuS Hordel II (BL 13 Westfalen) und der SV Wesel (BL 9 Niederrhein) liegen mit null Punkten in ihrer Gruppe jeweils hoffnungslos abgeschlagen am Tabellenende. Wobei der Dreikampf um diese zweifelhafte Krone – zieht man das Torverhältnis hinzu – eindeutig vom SV Wesel gewonnen wird. Nur zehnmal trafen die Weseler in den gegnerischen Kasten, mussten dagegen das runde Leder aber insgesamt 48 Mal aus dem eigenen Netz holen. Dieses schlechte Torverhältnis ist auf Bezirksliga-Niveau nicht zu toppen.

Forscht man aber in den unteren Gefilden nach Vertretern der gesuchten Gattung, reibt man sich die Augen zu welchen Negativ-Rekorden sich einige Teams aufschwingen. Bleibt die Kreisliga A im Raum Niederrhein und Westfalen von derart erfolglosen Mannschaften verschont, ist die Kreisliga B fast flächendeckend von Exemplaren vom Typus „Punktelieferant“ besiedelt.

Insgesamt sieben Mannschaften machen ihrer „Art“ alle Ehre und überlassen dem Gegner mit mehr oder minder großem Widerstand die Punkte. Besonders zahm zeigen sich dabei ESV Herne II (Kreisliga B1, Kreis Herne) mit -36 Toren, T.I.U. Rünthe II (Kreisliga B2, Kreis Unna-Hamm) mit -42 Toren und am wenigsten Gegenwehr bringt die Elf von Hertha Hamborn II (Kreisliga B3, Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken) zustande. Mit einem Torverhältnis von -44 sind sie das Paradebeispiel eines „Punktelieferanten“ auf Kreisliga B-Niveau.

Die prächtigsten Exemplare dieser Gattung lassen sich aber, wie erwartet, in der untersten Spielklasse aufspüren. In zehn Gruppen der unterschiedlichen C-Kreisligen tummeln sich insgesamt 13 Artgenossen. In drei Ligen teilen sich sogar je zwei Vertreter das unwirtliche Territorium.

Durchschnittlich sind die betroffenen Mannschaften mit einem miserablen Torverhältnis von rund -36 Toren ausgestattet. Aber selbst auf diesem Niveau lassen sich noch feine Nuancen feststellen. So zeigt sich die Mannschaft von Portugal Witten II (Kreisliga C3 Kreis Bochum) mit einem Torverhältnis von „nur“ -17 Toren noch recht wehrhaft, andere Teams wie SG Griesenbruch/Ehrenfeld II (Kreisliga C4 Kreis Bochum) mit -44 und der SV Lintfort II (Kreisliga C3, Kreis Moers) mit -49 Toren ergeben sich leichter in ihr Schicksal.

Zum unumstritten Herrscher seiner Art erhebt sich aber eine Mannschaft aus Gelsenkirchen. Die SV Westfalia Schalke II stellt mit null Punkten und einem Torverhältnis von -71 Treffern die absolute Galionsfigur aller „Punktelieferanten“.

Nimmt man diese kleine Zahlenspielerei als Grundlage, sichert sich die Mannschaft aus Gelsenkirchen zumindest für das erste Saisondrittel den wenig ruhmreichen Titel: „Schlechteste Mannschaft an Rhein und Ruhr“.

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