Der VfB Stuttgart tritt am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Premiere) im dritten Gruppenspiel gegen Panathinaikos Athen an. Mit einem Sieg wäre das Achtelfinale der

VfB will Weichen fürs Achtelfinale stellen

as
20. Oktober 2003, 13:56 Uhr

Der VfB Stuttgart tritt am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Premiere) im dritten Gruppenspiel gegen Panathinaikos Athen an. Mit einem Sieg wäre das Achtelfinale der "Königsklasse" zum Greifen nah.

Der VfB Stuttgart will die große Chance beim Schopf packen: Mit breiter Brust und einer weiteren Finanzspritze vor Augen geht Vizemeister VfB Stuttgart voller Zuversicht in die englischen Wochen der Wahrheit. Am Mittwoch will das Team von Erfolgstrainer Felix Magath mit seinem zweiten Sieg in der Champions League gegen Panathinaikos Athen (20.45 Uhr/live bei Premiere) die Weichen für den lukrativen Einzug ins Achtelfinale der "Königsklasse" stellen und sich dadurch im Vertragspoker mit den Nationalspielern Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel eine bessere Ausgangsposition verschaffen.

"Wir haben uns zuletzt das nötige Selbstvertrauen erarbeitet. Gegen Athen müssen wir gewinnen, um uns unsere Chancen auf ein Weiterkommen zu erhalten", fordert Magath, für den der Triumph im Bundesliga-Spitzenduell bei Werder Bremen (3:1) am vergangenen Samstag "Gold wert" war.

VfB erwartet Geldsegen im Achtelfinale

Geld wert könnte für die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Schwaben auf internationalem Parkett der Einzug in die Runde der letzten 16 sein. Nachdem die UEFA bereits 15 Millionen Euro für die Champions-League-Qualifikation gezahlt hat, wartet im Achtelfinale von Seiten des europäischen Verbandes ein Zuschlag von knapp 1,7 Millionen Euro.

Doch trotz der sportlich guten Ausgangsposition verkennt Magath die Gefahr nicht, alsbald Leistungsträger wie die beiden 21-jährigen Kuranyi und Hinkel zu verlieren. "Wir können und werden nicht mit Geld um uns werfen", stellt der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler unmissverständlich klar, ist sich aber auch der Folgen des Sparkurses bewusst: "Natürlich kann es sein, dass der ein oder andere bei Angeboten anderen Vereine schwach wird. Aber wir haben zumindest große sportliche Perspektiven zu bieten."

An den ganz großen Wurf seines in der Bundesliga seit über fünf Monaten ungeschlagenen VfB glaubt Magath aber trotz der Bilanz von 21 Punkten aus neun Spielen nicht. Die Spielerdecke sei nicht so, "wie es sich für einen Meisterschaftsfavoriten" gehöre. Allerdings, so glaubt der Coach: "Wenn wir aus den nächsten zehn Spielen 30 Punkte holen, traue ich uns den Titel zu".

"Junge Wilde" haben Boom ausgelöst

Einen wahren Boom hat die schwäbische "Rasselbande" aber längst ausgelöst. Statt der kalkulierten 29.000 Zuschauer strömten bislang 43.000 Fans im Schnitt ins Gottlieb-Daimler-Stadion. VfB-Präsident Erwin Staudt ("Wir wollen unsere Mannschaft so halten") erhofft sich durch den rasanten Sympathiegewinn auch einen entscheidenden Vorstoß bei der Suche nach weiteren Sponsoren.

Drei Wochen nach der Champions-League-Gala gegen Manchester United (2:1) wird im Duell mit dem griechischen Vizemeister aus Athen die Arena in Stuttgart erneut mit 50.348 Besuchern ausverkauft sein. An einen Sieg des VfB glaubt kurioserweise ausgerechnet der in Reihen von Panathinaikos stehende ehemalige Bundesliga-Profi Markus Münch. "Stuttgart kann die drei Punkte schon mal einplanen. Unsere Konzentration gilt der Liga", betonte der Ex-Gladbacher, der am Wochenende mit seinem Team bei Aigaleo Athen (1:2) verlor und die Tabellenführung einbüßte.

Autor: as

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