Am Samstag war es soweit. Aufgrund eines kurzen Osterurlaubs habe ich mein erstes Heimspiel seit etwa zwei Jahren verpasst. Im Grunde genommen habe ich mir diese „Auszeit“ aber zum richtigen Zeitpunkt genommen, denn ein 1:1 gegen Karlsruhe war in dieser Form sicherlich keine Überraschung und nicht sonderlich spektakulär.

Am Borsigplatz geboren: Der BVB-Fanblog

Der Tag und die Nacht

Jonas Hessedenz
25. März 2008, 21:10 Uhr

Am Samstag war es soweit. Aufgrund eines kurzen Osterurlaubs habe ich mein erstes Heimspiel seit etwa zwei Jahren verpasst. Im Grunde genommen habe ich mir diese „Auszeit“ aber zum richtigen Zeitpunkt genommen, denn ein 1:1 gegen Karlsruhe war in dieser Form sicherlich keine Überraschung und nicht sonderlich spektakulär.

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„Borussia, du bist Leidenschaft“: Schon seit frühester Kindheit drückt BVB-Fan Jonas den Dortmundern die Daumen. Heute steht er in Block 82 des Westfalenstadions oder reist durch die Stadien Fußballdeutschlands und unterstützt die Schwarz-Gelben. Seinen Erlebnissen und Gedanken rund um den Verein verleiht er nun wöchentlich den nötigen Ausdruck und gibt zu jeder Wurst seinen Senf ab.[/infobox]

Da ich bis auf den Spielbericht in der Reviersport, auf der BVB Homepage und kurzen TV-Ausschnitten die Begegnung nicht weiter Revue passieren ließ, möchte ich heute mal über zwei Themen (genauer Spieler) reden, die mir seit Wochen unter den Nägeln brennen. Das Bundesliga-Match am Wochenende gegen Karlsruhe offeriert einen herrlichen Grund für einen Vergleich zweier Torjäger.

Mladen Petric und Nelson Valdez oder: Der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Da ist auf der einen Seite der 4,7-Millionen-Einkauf aus Paraguay. Ich persönlich und wahrscheinlich auch Tausende andere Borussen-Fans haben sich vor der letzten Saison einiges von Valdez erhofft. In Bremen wirkte er trotz Ersatzspielerstatus wie eine Belebung für das Offensivspiel und traf des Öfteren in die gegnerischen Maschen.

In Dortmund ist der gute Nelson wohl immer noch nicht angekommen. In der letzten Saison und auch nach seinem Tor am zweiten Spieltag dieser Spielzeit hatte ich immer noch eine leise Hoffnung, dass irgendwann der Knoten platzt. Seit dem Spiel in Bremen vor drei Wochen nervt mich eigentlich alles an ihm.

Tore? In zwei Jahren magere zwei (den Elfmeter gegen Bielefeld und den Stolperer in Stuttgart rechne ich nicht mit). Diese Quote ist für einen Stürmer ein einziges Armutszeugnis, da er zudem fast alle Partien absolviert hat und viele, viele Chancen gehabt hat. Dazu kommen drei Vorlagen in 49 Spielen, Effektivität gleich Null. Außerdem zeichnet sich Nelson durch eine Vielzahl von dummen Schwalben (zuletzt in Hamburg), absolut blinde Lauferei und technische Klotzfüßigkeit aus.

Der vielgelobte Einsatz, sich immer reinzuhängen und alles zu geben, wirkt auf mich trostlos und uneffektiv. Ein Diego Klimowicz strahlt bereits beim Warmmachen mehr Klasse aus. Inzwischen bekomme ich bei jeder Mannschaftsaufstellung mit Valdez in der Anfangself schlechte Laune.

Komme ich aber zu etwas Erfreulichem. Über Mladen Petric muss ich nicht viele Worte verlieren, es reichen eigentlich vier: Viele, wichtige, wunderschöne Tore.

Petric vereint eine brilliante Technik gepaart mit dem nötigen Killerinstinkt. Er hat alles, was Valdez fehlt. Für mich hebt er das zuletzt öde Vorwärtsgekicke der Schwarz-Gelben um mindestens eine Stufe an. Mladen Petric verzeihe ich Fehler im Aufbauspiel und die wenigen vergebenen Hundertprozentigen. Ich möchte mir nicht vorstellen, wo der BVB ohne ihn stünde, wahrscheinlich weder im Pokalfinale, noch auf dem 13. Platz in der Bundesligatabelle. Kurzum, dieser Typ ist Gold wert für den Verein und für die Fans, denn ihn spielen zu sehen, ist neben den Erfolgen im Pokal derzeit meine Freude und Hoffnung im Stadion.

Autor: Jonas Hessedenz

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