Einen Sack Flöhe zu hüten wäre sicher einfacher gewesen als am Donnerstag-Mittag die 40 teilnehmenden Kids von

"Asas" Projekt

Besuch in "Willis Revier"

25. März 2008, 09:12 Uhr

Einen Sack Flöhe zu hüten wäre sicher einfacher gewesen als am Donnerstag-Mittag die 40 teilnehmenden Kids von "Willis Revier" in den Griff zu bekommen.

Denn der, auf den die Jungs und Mädchen warteten, ließ sich Zeit. Gleich kommt er, noch fünf Minuten, machte es immer wieder die Runde, bis er mit seinem berühmten Lächeln wirklich Court 1 im Essener goalfever-Center betrat: Gerald Asamoah. "Hallo", strahlte "Asa", den Kultkicker Willi Landgraf persönlich nach dem Training der Schalker Profis abholte.

Asamoah kam deshalb gerne, weil es ihm ein Anliegen ist, gerade den Nachwuchs für das Thema Rassismus im Fußball zu sensibilisieren. Schließlich hat er immer wieder negative Erfahrungen mit Beleidigungen wegen seiner Hautfarbe machen müssen (zum Beispiel in Person von BVB-Keeper Roman Weidenfeller). "Man kann nicht früh genug damit anfangen, die Kinder und Schüler darauf hinzuweisen, dass man alle Menschen respektieren sollte", sagte Asamoah.

Weil er ein prominenter Sportler ist, wird er aber im Alltag eher bewundert als diffamiert. Seine Verwandten und Freunde allerdings sind vor den Anfeindungen Ewiggestriger weniger gefeit. "Jede einzelne Beleidigung, jeder blöde Spruch tut gleich weh. Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Leute, die so etwas tun, vorgeht, aber sie hinterlassen beim Gegenüber immer eine Wunde", weiß Asamoah.

Nach einer kleinen Fragerunde, vielen Autogrammen und einem gemeinsamen Foto mit den Trainern und Teilnehmern von "Willis Revier" (siehe oben) verließ Asamoah mit einem guten Gefühl den Essener Fußballtempel. Er hatte 40 junge Kicker glücklich gemacht.

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