Tabellenführer Borussia Mönchengladbach hat auf dem direkten Weg zurück in die Bundesliga die große Chance verpasst, sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Gladbach holt in Aachen einen Punkt

"Noch keine Vorentscheidung"

sid/RS
24. März 2008, 22:06 Uhr

Tabellenführer Borussia Mönchengladbach hat auf dem direkten Weg zurück in die Bundesliga die große Chance verpasst, sich von der Konkurrenz abzusetzen.

[infobox-right]Stimmen zum Spiel:

Christian Ziege (Sportdirektor Bor. Mönchengladbach): Das war ein gutes Spiel mit Kampf und vielen Torchancen; das hat Spaß gemacht. Für mich ist im Meisterschaftsrennen aber noch keine Vorentscheidung gefallen.

Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach): Wir haben in den ersten 20 Minuten nicht gut gespielt, danach aber sehr gut, inbesondere in der zweiten Halbzeit. Da haben wir angefangen, Fußball zu spielen. Mit ein bisschen Glück hätten wir auch noch den Sieg geholt. Über 90 Minuten war wir klar besser.

Sascha Rösler (Borussia Mönchengladbach): Wir haben uns am Anfang schwer getan, aber uns gut ins Spiel gekämpft. Der Punkt ist gerecht.

Marius Ebbers (Alemannia Aachen): Das Tor war nur wichtig für die Mannschaft. Man hat gesehen, dass wir gegen Mannschaften wie Köln und Gladbach spielerisch mithalten.

Jos Luhukay (Trainer Borussia Mönchengladbach): Hier werden noch viele Mannschaften Punkte liegen lassen. Ein Zähler auswärts ist o.k.
[/infobox]Die Borussen kamen nur dank eines späten Tores von Oliver Neuville (79.) zu einem 1:1 (0:1) im Derby bei Alemannia Aachen und schlugen keinen Profit aus dem 1:1 im direkten Vergleich der Verfolger 1899 Hoffenheim und FSV Mainz 05 am Sonntag.

Während die Gladbacher seit mehr als 23 Jahren auf einen Liga-Sieg beim Nachbarn warten und sechs Punkte Vorsprung auf die Nichtaufstiegsränge haben, steht die Alemannia, für die Marius Ebbers in der 3. Minute getroffen hatte, weiter im Niemandsland der Tabelle.

Wieviel Brisanz in der Partie vor 20.200 Zuschauern auf dem ausverkauften Tivoli steckte, zeigte die erste Szene. Der Gladbacher Rob Friend sprang Mirko Casper nach fünf Sekunden mit dem Ellenbogen ins Gesicht und sah die Gelbe Karte. Nicht einmal drei Minuten später das 1:0: Szilard Nemeth bediente Ebbers mustergültig und der drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der erste Liga-Treffer des Alemannia-Stürmers nach 941 Minuten war zugleich das erste Gegentor der Borussia nach 286 Minuten.

Die Leistung der Gäste in der Anfangsphase war eines Tabellenführers unwürdig. Obwohl Aachens Coach Jürgen Seeberger Spieler wie Laurentiu Reghecampf, Jeffrey Leiwakabessy oder Todor Kolew aus dem Kader gestrichen hatte, war die Alemannia klar besser. Emmanuel Krontiris (5.), Nemeth (9.) oder Ebbers (22.) vergaben gegen die anfangs konfuse Borussen-Abwehr aber beste Chancen. "Wir haben uns vom aggressiven Auftreten der Aachener beeindrucken lassen", stellte Gladbachs Sportdirektor Christian Ziege zur Halbzeit fest.

Nach dem Wechsel agierte der Spitzenreiter zwar nicht überzeugend, aber zumindest dominant. Neuville traf nur die Querlatte (55.), und Marko Marin schoss knapp darüber (61.), ehe Neuville die mitgereisten Fans erlöste.

Autor: sid/RS

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