Dortmund ist deutscher Finanz-Champion

26. Juni 2003, 18:04 Uhr

Borussia Dortmund hat in der abgelaufenen Champions-League-Serie mehr Geld eingenommen als der spätere Sieger AC Mailand. 46,669 Millionen Schweizer Franken haben die Westfalen in der Königsklasse verdient.

Platz drei in der Bundesliga, das Aus nach der zweiten Champions-League-Runde - sportlich liefs nicht optimal bei Borussia Dortmund. Dafür durften sich die Westfalen mit mehr Einnahmen trösten als der spätere Champions-League-Sieger AC Mailand. Während die Dortmunder auf ihrem Konto 46,669 Millionen Schweizer Franken (30,349 Millionen Euro) gutschreiben durften, erhielt Milan "nur" 45,790 Millionen (29,764 Mio Euro).

Der Unterschied erklärt sich vor allem aus den Einnahmen aus dem "Fernsehmarkt". Hier hatten RTL und Premiere eindeutig mehr bezahlt als italienische oder spanische Sender. Aus diesen Einnahmen erhält der Meister außerdem deutlich mehr als der Vize (Leverkusen) oder der Dritte (Bayern), der sich für die Endrunde der Champions League erst noch qualifizieren musste.

Juventus an der Spitze

Übertroffen wurden die Borussen nur von Juventus Turin, das als Verlierer des Finales mit 49,713 Millionen Schweizer Franken (32,313 Euro) aus der Saison der "Königsklasse" herauskamen. Dortmund erhielt allein aus dem Marketing-Pool 34,669 Millionen Schweizer Franken (22,535 Millionen Euro), Bayer Leverkusen 30,591 (19,884) und Bayern München 16,375 (10,644). Da die Bayern bereits in der ersten Runde ausschieden, verdienten sie insgesamt nur 22,315 Millionen Schweizer Franken (14,50 Millionen Euro) in der Champions League (Bayer Leverkusen 40,591/26,384, vierter Platz in der "Gesamtwertung").

Grundsätzlich erhielt jeder teilnehmende Verein 2,5 Millionen Schweizer Franken (1,625 Mio Euro) als "Eintrittsgeld" für die Qualifikation zur Champions League, 3,0 Millionen (1,95 Mio Euro) Antrittsgeld dafür, zu jedem Spiel der ersten Phase auch den Platz betreten zu haben, weitere 3,0 Millionen (Dortmund und Leverkusen) für die Spiele in der 2. Gruppenphase, 500.000 Franken pro Sieg und 250.000 pro Unentschieden (325.000 / 166.500 Euro).

Sinkende Einnahmen in der Serie 2003/2004

Da Premiere und SAT.1 in der neuen Saison in etwa nur noch die Hälfte der bisherigen Gelder bezahlen, werden die Einnahmen für Bayern München, den VfB Stuttgart und Borussia Dortmund entsprechend sinken. Unklar ist noch die Höhe der Antrittsgelder und Siegprämen, weil durch die Abschaffung der 2. Gruppenphase vier Spielrunden entfallen, was erfolgreiche Klubs wieder bevorteilen kann: Denn durch das K.o.-System muss der Topf durch weniger Vereine geteilt werden.

Autor:

Kommentieren