Trotz widrigster äußerer Umstände lieferten die beiden Ortsrivalen Alemannia und FV Scharnhorst im Derby ein jederzeit spannendes und teilweise gutklassiges Kreisliga-Spiel ab. Das bessere Ende hatte letztlich die Heimelf mit 2:0 für sich. Die Treffer für die Gastgeber markierten Vitali Rudi und Kapitän Florian Schäfer per verwandelten Foulelfmeter. [i]Ein Ortstermin[/i]

Dortmund: FV Scharnhorst verliert erstmals nach 30 Partien

Handwerk schlägt Feingeist

16. März 2008, 18:34 Uhr

Trotz widrigster äußerer Umstände lieferten die beiden Ortsrivalen Alemannia und FV Scharnhorst im Derby ein jederzeit spannendes und teilweise gutklassiges Kreisliga-Spiel ab. Das bessere Ende hatte letztlich die Heimelf mit 2:0 für sich. Die Treffer für die Gastgeber markierten Vitali Rudi und Kapitän Florian Schäfer per verwandelten Foulelfmeter. [i]Ein Ortstermin[/i]

Mario Niedzialkowski, Trainer vom Tabellenführer FV Scharnhorst, sprach anschließend von einer „großen Enttäuschung“. Was nicht verwundert, schließlich hatte der heißeste Aufstiegsaspirant der Kreisliga A Gruppe 3 seit 30 Partien heute zum ersten Mal den Platz wieder als Verlierer verlassen müssen. Die Niederlage darf sich seine Elf allerdings zu einem großen Anteil selbst zuschreiben.

Denn von Beginn an war für jeden der gut 300 Zuschauer deutlich erkennbar, wer die fußballerisch bessere Elf stellte – nämlich der FV. Nur machten die Gäste aus ihrer Überlegenheit viel zu wenig. Im Mittelfeld wurde zwar hübsch kombiniert, wobei sich besonders Noureddien Elyahyaui hervortat, doch das ansehnliche Kombinationsspiel war viel zu sehr in die Breite angelegt. Und wenn dann mal in die Spitze gespielt wurde, hatten die Almannen immer ein Bein dazwischen.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/900-7160_preview.jpeg FV-Trainer Mario Niedzialkowski zeigte sich als fairer Verlierer[/imgbox] „Bis zum Sechszehner sah das ja immer ganz gut aus, was wir gemacht haben, aber wirklich gefährlich sind wir über die gesamten 90 Minuten nur zweimal geworden. Das ist einfach zu wenig“, bemängelte Niedzialkowski die mangelnde Durchschlagskraft seiner Elf.

Ganz anders die Alemannia: Defensiv tief gestaffelt, lauerte sie auf Fehler der Gäste, um bei Balleroberung dann schnörkellos nach vorne zu spielen und den direkten Weg zum gegnerischen Tor zu suchen. Genau so fiel dann auch die frühe Führung: Ein Gäste-Fehlpass wurde von der Alemannen-Hintermannschaft unmittelbar in eine Offensivaktion umgewandelt. Über zwei Stationen fand der Ball den Weg zu Vitali Rudi, der schüttelte zwei Gegenspieler ab und vollendete mit einem trockenen Rechtsschuss zum 1:0 (11.). „Die Truppe hat heute zu 100 Prozent die taktischen Vorgaben erfüllt“, erklärte anschließend Thorsten Gläß, Trainer der personell arg gebeutelten Alemannia. „Und auf Grund der Torchancen geht der Sieg auch in Ordnung.“

Bis kurz vor dem [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/898-7158_preview.jpeg Auch der beste Akteur auf dem Feld, "Nouri" Elyahyaui, konnte die Partie nicht zu Gunsten seiner Farben wenden[/imgbox]Abpfiff musste der Coach allerdings noch zittern, dann erlöste ihn jedoch sein Kapitän endgültig von allen Befürchtungen. Yusuf Oeztekin hatte drei Gegenspieler umkurvt, bevor er von Gegner Nummer vier elfermeterwürdig gelegt wurde. Den fälligen Strafstoß drosch Florian Schäfer unhaltbar in die Maschen (85.).

"Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor getreten“, brachte Niedzialkowski hinterher die Spiel entscheidende Offensivschwäche seiner Elf treffend auf den Punkt.

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