Dritte Spielzeit in der DEL, das dritte Saisonende als Tabellenletzter der Hauptrunde. Bei den Füchsen Duisburg ist während der Saison sicher weniger schief gelaufen als in der Spielzeit, 2006/07, doch das Endergebnis ist einmal mehr betrüblich. Kein Wunder, dass im Fuchsbau die Hoffnung groß ist, dass es das letzte Lehrjahr für das in weiten Teilen von Gesellschafter Ralf Pape finanzierte Team war. Für Revier Sport blickt Markus Terbach auf die abgelaufene Saison zurück.

Füchse Duisburg: Saison-Rückblick

Hoffentlich das letzte Lehrjahr

Markus Terbach
16. März 2008, 17:23 Uhr

Dritte Spielzeit in der DEL, das dritte Saisonende als Tabellenletzter der Hauptrunde. Bei den Füchsen Duisburg ist während der Saison sicher weniger schief gelaufen als in der Spielzeit, 2006/07, doch das Endergebnis ist einmal mehr betrüblich. Kein Wunder, dass im Fuchsbau die Hoffnung groß ist, dass es das letzte Lehrjahr für das in weiten Teilen von Gesellschafter Ralf Pape finanzierte Team war. Für Revier Sport blickt Markus Terbach auf die abgelaufene Saison zurück.

Die drei entscheidenden Momente: Die Entlassung von Trainer Didi Hegen, das am Ende nur kurzzeitige Intermezzo von Nationaltorwart Robert Müller im Füchse-Tor und die Demission von Peter Draisaitl in der Neujahrsnacht prägten den Verlauf der Spielzeit. Als sich die Vorsaison scheinbar nahtlos fortzusetzen schien, handelte Füchse-Boss Ralf Pape und Hegen verlor seinen scheinbar unkündbaren Job. Die Mannschaft demonstrierte ihren Unmut darüber mit vier desolaten Vorstellungen unter der Regie von Franz Fritzmeier.

Erst als der schnell abtrat und neben Peter Draisaitl als Trainer auch Robert Müller für den Posten zwischen den Pfosten verpflichten konnte, dazu noch Morten Ask und Daniel Tkaczuk, wendete sich das Blatt. Die Füchse erreichten nach langer Zeit mal wieder Augenhöhe mit den anderen Teams. Die ging erst wieder verloren, als im Februar das Verletzungspech das Team beutelte. Den Grundstein für den Erfolg legte Peter Draisaitl, doch der erreichte mit Ralf Pape nie eine Wellenlänge und musste Anfang des Jahres gehen.

Drei große Gewinner: Nur zwölf Spiele absolvierte Robert Müller für die Füchse, leistete aber viel. Er demonstrierte allen Spielern sehr deutlich, wie professionelles Arbeiten in der deutschen Eliteliga aussieht, gewann etliche Punkte für sein Team fast im Alleingang und konnte mit dem Comeback im Tor der Nationalmannschaft und dem Wechsel nach Köln die sportlichen Folgen seiner Tumor-Erkrankung beseitigen.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/110-112_preview.jpeg Trotz seines nur kurzen Intermezzos einer der Gewinner bei den Füchsen: Robert Müller (RS-Foto: firo)[/imgbox]
Dass sein Weg ihn innerhalb von etwas mehr als einem Jahr vom Kiosk in Krefeld zu einem unbefristeten Vertrag als Cheftrainer eines DEL-Teams führen würde, hätte Karel Lang selbst wohl auch nicht für möglich gehalten. Der „Hexer“ zeigte im entscheidenden Moment, was er als Coach leisten kann: Dass er besonders unter dem Verfehlen von Platz 14 leidet, ist zu verständlich. Ein schöner Erfolg wäre es auch für das „junge Gemüse“ gewesen. Spieler wie Jan Taube lieferten im Rahmen ihrer Möglichkeiten stets die Leistungen ab, die von ihnen erwartet werden konnten.

Drei große Verlierer: Mit Blick auf die Transferpolitik im Sommer müssen Didi Hegen und Sportchef Franz Fritzmeier sen. hier genannt werden. Jeder Spieler, der im Saisonverlauf geholt wurde, war besser, als das Personal, was sich zu Saisonbeginn beweisen durfte. So konnten die Zähler nicht eingefahren werden, die am Ende fehlten. Eine Rolle spielte dabei aber auch, dass Torwart Christian Rohde nicht an die überragenden Leistungen anknüpfen konnte, die ihn in der Vorsaison in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft brachten. Das Saisonende erlebt er nun in Heilbronn.

Drei gute Wünsche: Dass die Füchse in der kommenden Spielzeit endlich eine bessere Platzierung schaffen sollen, versteht sich von selbst und läuft in dieser Rubrik außer Konkurrenz zu jeweils einem Wunsch für Ralf Pape, Franz Fritzmeier sen. und Karel Lang, die zusammen genommen Grundsteine für eine erfolgreiche Spielzeit 2008/09 sein können. Ralf Pape ist zu wünschen, dass er weniger Niederlagen seines Teams ertragen muss und dann vielleicht bedeutend seltener durch emotionale Entscheidungen für Unruhe sorgt.

Franz Fritzmeier kann dazu einen Beitrag leisten, wenn er in Sachen Transferpolitik ein ähnlich glückliches Händchen hat, wie in den letzten Jahren die Verantwortlichen der Iserlohn Roosters oder er selbst in seinem letzten Krefelder Jahr. Karel Lang ist zu wünschen, dass er auch als Trainer „Hexer-Qualitäten“ hat und das Team so formiert, dass es die Füchse-Kritiker in weiten Teilen der DEL-Szene Lügen straft.

Autor: Markus Terbach

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