Was haben Gladbeck und Bayern München gemeinsam? Ganz einfach: Ralf Brand. Der Torwart-Trainer der DJK absolviert seit Montag ein Praktikum beim deutschen Rekordmeister.

Gladbeck: Was haben Bayern und die DJK gemeinsam?

Ralf Brand ist die Antwort

tr
15. März 2008, 09:23 Uhr

Was haben Gladbeck und Bayern München gemeinsam? Ganz einfach: Ralf Brand. Der Torwart-Trainer der DJK absolviert seit Montag ein Praktikum beim deutschen Rekordmeister. "Ich habe mich dort beworben und habe dann eine Zusage erhalten", lacht Brand.

Seine gute Laune ist mehr als verständlich, denn immerhin absolviert er gerade die Einheiten mit Oliver Kahn und Michael Rensing. "Das ist schon beeindruckend", dachte Brand bislang eigentlich, dass er in seiner 20-jährigen Berufserfahrung schon alles gesehen habe. "Aber dem ist nicht so. Die Trainingsmethoden sind anders und die Bedingungen einfach fantastisch. Das sind ganz besondere Eindrücke für mich."

Am Montag schaute er bei den Übungen der Jugend zu, Dienstag spulte er das Programm mit Rensing ab und Mittwoch traf er Kahn. "Die Leute sind alle sehr nett", ist Brand in München freundlich aufgenommen worden. FCB-Keeper-Coach Bernd Dreher und Reserve-Trainer Hermann Gerland sind dabei seine Hauptansprechpartner. "Aber ich kann auch allen anderen Leuten Fragen stellen", ist Brand, der auch bei Rot-Weiss Essen die Schnapper schult, vom Champions-League-Sieger begeistert.

Und die Bayern anscheinend auch von ihm, denn als Bonbon wurde Brand am gestrigen Mittwoch-Abend zum UEFA-Cup-Rückspiel gegen den RSC Anderlecht eingeladen. "Ich habe die Partie zusammen mit Hermann Gerland gesehen", leuchten seine Augen. "Es herrscht in München eine sensationelle Atmosphäre. Daran kann man sich gewöhnen."

Doch damit muss er sich zumindest in Gladbeck noch gedulden, auch wenn er gegen Schermbeck ein absolutes Highlight erlebte. "Das 5:5 war unglaublich", muss Brand beim Gedanken an den jüngsten Auftritt schmunzeln. Und auch Co-Trainer Volker Missun kann es kaum glauben: "Wir haben den ersten Durchgang mal wieder völlig verschlafen. Warum das immer so ist, dafür habe ich auch keine Erklärung." Und auch Stürmer Dennis Rommel kann beim Rückblick auf das Zehn-Tore-Match nur mit dem Kopf schütteln: "Erst waren wir grottenschlecht und im zweiten Durchgang hat Schermbeck dann gar nichts mehr gemacht. So etwas verrücktes habe ich noch nie erlebt."

Und hier schließt sich der Kreis zu den großen Bayern, die im Revier auch schon einmal ein solch verrücktes Match mit noch mehr Toren erlebten. Es war 1984 das legendäre 6:6 im DFB-Pokal im Halbfinale beim damaligen Zweitligisten Schalke!

Autor: tr

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