Im Mittelpunkt stand am Mittwoch sicher die Vorstellung des neuen RWO-Hauptsponsors.

RWO: Bruns denkt global, gewachsene Vorstellungen

"Momentan ist alles möglich"

cb
15. März 2008, 09:21 Uhr

Im Mittelpunkt stand am Mittwoch sicher die Vorstellung des neuen RWO-Hauptsponsors.

Ohne dabei zu vergessen, dass die Kleeblätter am Samstag die nächste Hürde im Kampf um zweite und dritte Liga nehmen wollen. Ab 14 Uhr stellt sich der Mitaufsteiger aus Verl im Stadion Niederrhein vor. Und die Vorzeichen könnten gegensätzlicher nicht sein. Während die Kleeblätter die Liga aufmischen, befindet sich der Sportclub auf Abschiedstournee.

Für RWO-Coach Hans-Günter Bruns aber noch lange kein Grund, den Kontrahenten auch nur ansatzweise auf die leichte Schulter zu nehmen: "Nach unserer Serie habe ich oft die Frage gehört, wie viel Verl von uns bekommt. Fünf oder sechs Stück wurden genannt. Dabei hat die Truppe nur gegen Bremen und Düsseldorf mehr als zwei Treffer kassiert. Damit sollte jedem klar sein, das wird nicht einfach. Verl hat seine Stärken klar in der Defensive, den Riegel müssen wir erst einmal knacken. Denn die Mannschaft ist mit Sicherheit kein Fallobst."

Trotzdem gehen die Bruns-Schützlinge als Favorit in die Partie, auch wenn Abwehr-Leistungsträger Dimitrios Pappas eine Gelbsperre absitzen muss. Möglich, dass die Elf daher wieder von der zwei Mal klasse praktizierten Viererkette abrückt und zum Stammauftreten in der Dreierkette zurück kehrt. Bruns: "Ich lege mich noch nicht fest, vorher schaue ich mir in Ruhe an, wer sich anbietet. Dann entscheide ich." Dafür ist sich der Trainer in einem Punkt sicher: "Die Sperre von Dimi ist die Chance für andere Kicker, sich zu zeigen. Abwarten, wer das am besten kann."

Ausfallen werden Monir Ibrahim (Hüftprobleme), Marcel Stiepermann (Muskelbeschwerden). Angeschlagen ist Thomas Tennagels (Wadenprobleme). Erster Nachrückkandidat für Pappas dürfte Jens Robben sein. Mit Blick auf den Techniker verrät Bruns: "Es gibt keine schlimmere Situation, als jemand auf die Bank zu setzen, der es gar nicht verdient hat. Jens hat es gegen Hamburg getroffen, Tim Reichert in Dresden. Aber wir müssen das global sehen, es geht nur um das Wohl der Mannschaft."

Der der Ex-Profi immer mehr zutraut, mit Blick auf das bisher Gezeigte erklärt Bruns: "Bei uns ist momentan alles möglich. Egal wo und egal gegen wen. Dresden war ein wunderbares Ausrufezeichen. Das nur möglich war, weil die Jungs alle taktischen Vorgaben schnell annehmen und umsetzen." Die Folge: Fünf Zähler mehr auf der Habenseite als zum Hinrundenzeitpunkt, damals stellte man die Taktik pünktlich zum Auftritt in Verl (2:1) um. Bruns: "Wir haben alles etwas nach vorne verlagert. Zudem hat jeder Spieler und die Gruppe an sich einen großen Satz nach vorne gemacht. Darum stehen wir auch da oben."

Kehrseite der Medaille, die Akteure werden selbstbewusster, auch am Verhandlungstisch. Jürgen Luginger, Sportlicher Leiter bei RWO: "Erstmal Kompliment an die Truppe, es macht Spaß, zuzuschauen. Wir sind auf unserem Weg noch lange nicht am Ende. Aber die Erfolge machen die Gespräche nicht leichter, denn die ein oder andere Vorstellung ist sicher gewachsen. Aber wir haben eine Marschroute, die behalten wir bei. Und die Akteure wissen ja auch, was sie an uns haben."

Autor: cb

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