Das heutige Champions-League-Halbfinalrückspiel (20.45 Uhr) zwischen dem AC Mailand und Inter Mailand entwickelt sich zum Schicksalsspiel für die Trainer. Dem unterlegenden Coach droht der Rauswurf.

Mailänder Halbfinale in der Champions League

lb
13. Mai 2003, 16:19 Uhr

Das heutige Champions-League-Halbfinalrückspiel (20.45 Uhr) zwischen dem AC Mailand und Inter Mailand entwickelt sich zum Schicksalsspiel für die Trainer. Dem unterlegenden Coach droht der Rauswurf.

Wenn es heute Abend ab 20.45 Uhr zwischen Inter Mailand und dem AC Mailand in der Champions-League zum Halbfinal-Rückspiel kommt, kann beim 255. Stadtderby der beiden Mailänder Klubs wohl nur ein Sieg die jeweiligen Trainer Hector Cuper (Inter Mailand) und Carlo Ancelotti (AC Mailand) vor einer Entlassung bewahren. AC-Coach Ancelotti hat trotz seiner Vertragsverlängerung bis 2007 jeglichen Kredit bei Italiens Regierungs-Chef und Klubboss Silvio Berlusconi verspielt. Schon nach dem 0:0 im Hinspiel ging Berlusconi mit Ancelotti hart ins Gericht und kritisierte die Aufstellung. Rückendeckung bekommt der Trainer vom Kapitän Paolo Maldini. "Wir müssen uns zerreißen", erklärte der 34 Jahre alte Rekordnationalspieler.

Auch bei Inter kann Trainer Cuper in seinem zweiten Jahr beim 13-maligen italienischen Champion wohl nur durch seinen dritten Finaleinzug in der Champions League binnen vier Jahren den Kopf aus der Schlinge ziehen. "Mir ist bewusst, dass es von entscheidender Bedeutung sein wird, ob wir ins Endspiel kommen", erklärte Cuper.

Statistik spricht für den AC

Zumindest die Statistik spricht für die "Rosso-Neri". In dieser Saison blieb der AC im "Derby" bei zwei 1:0-Siegen in der Meisterschaft und beim 0:0 im Hinspiel ohne Gegentor. Im Angriff schenkt Ancelotti neben Stürmerstar Filippo Inzaghi erneut Andrej Schewtschenko das Vertrauen. Der von Berlusconi geforderte brasilianische Weltmeister Rivaldo wird nach seiner indiskutablen Leistung im Ligaspiel gegen Brescia Calcio erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.

Autor: lb

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