Das nennt man regionale Hilfsbereitschaft:

FSV, Wehen Wiesbaden und Offenbach als Helfer in der Not

„Hessen Cup“ soll SV Darmstadt retten

13. März 2008, 12:05 Uhr

Das nennt man regionale Hilfsbereitschaft:

Regionalligist FSV Frankfurt und die beiden Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden und Kickers Offenbach organisieren einen „Hessen Cup“, um den in finanzielle Not geratenen Oberligisten SV Darmstadt 98 zu retten. Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation werden die Darmstädter in dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen. In Hessen waren sich die genannten Vereine schnell einig darüber, dass dem SV Darmstadt geholfen werden muss.

Darmstadt sei nicht nur für den hessischen Fußball von großer Bedeutung sondern auch darüber hinaus. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir Darmstadt helfen“, sagte Uwe Stöver, Sportdirektor des SV Wehen Wiesbaden. Auch für Michael Dämgen von den Kickers aus Offenbach ist die Hilfe eine Selbstverständlichkeit „Darmstadt 98 muss weiterleben. Die Region braucht diesen Traditionsverein.“ Bernd Reising, Manager des FSV Frankfurt, bringt das ganze auf den Punkt: „Bei aller Rivalität im Fußball müssen wir jetzt dringend helfen. Der Verein hat nicht nur eine große Tradition, sondern auch viel Potenzial und großartige Fans. Wenn alle helfen, wird man die Lilien retten können“.

Aus diesem Grunde wird am Sonntag den 13. Juli 2008 im Stadion am Böllenfalltor ein großer „Hessen Cup“ stattfinden. Neben den drei Helfern in der Not wird auch noch der Darmstädter Traditionsverein an dem Turnier teilnehmen. Neben einem großen Fußballfest steht vor allem die Rettung des SV Darmstadt auf dem Programm, dazu sollen alle Einnahmen anschließend dem angeschlagenen Verein übergeben werden.

„Unser Ziel ist es, dass die Fans aller Vereine dieses Match besuchen und wir dem SV Darmstadt 98 einen Betrag von mindestens 200.000 Euro übergeben können“, teilten die Vereinsvertreter mit. So hoffen die Mannschaften nicht nur auf eine große Zuschauerzahl sondern auch auf Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft.

Ein genauer Termin für den Vorverkauf ist noch nicht bekannt, die Vereine sollen sich aber in kürze darüber einig werden, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Rolf Hocke, Präsident des hessischen Fußball-Verbandes, ist von der Aktion begeistert. "Es ist großartig, dass diese Clubs einem in Not geratenen Verein helfen wollen. Das macht deutlich, dass die hessische Fußball-Familie trotz sportlicher Konkurrenz in solchen Momenten zusammenhält."

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Mühe der Vereine lohnt und mit reichlich Zuschauern und großer Unterstützung sowohl sportlich als auch finanziell belohnt wird.

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