Die DEG Metro Stars treffen in der Qualifikation zu den Play-offs in mindestens zwei Duellen ausgerechnet auf die vom Ex-Düsseldorfer Hans Zach trainierten Hannover Scorpions. Noch brisanter: Mit Kathan und Vikingstad wechseln zwei Metro Stars nach der Saison zu diesem Kontrahenten. DEG-Manager und Trainer Lance Nethery spricht über die Brisanz, die Chancen und die Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Im RS-Interview: DEG-Trainer-Manager Lance Nethery

"Mannschaft hat Charakter"

Interview: Georg Amend
13. März 2008, 01:30 Uhr

Die DEG Metro Stars treffen in der Qualifikation zu den Play-offs in mindestens zwei Duellen ausgerechnet auf die vom Ex-Düsseldorfer Hans Zach trainierten Hannover Scorpions. Noch brisanter: Mit Kathan und Vikingstad wechseln zwei Metro Stars nach der Saison zu diesem Kontrahenten. DEG-Manager und Trainer Lance Nethery spricht über die Brisanz, die Chancen und die Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Wie beurteilen Sie die Chancen Ihrer DEG in der Best-of-three-Serie gegen Hannover?

Wir fangen alle wieder bei Null an. Für einige Spieler ist das auch ganz gut, denn es gibt genügend, die in der Saison nicht ihre optimale Leistung abgerufen haben. Jetzt haben sie einen Neuanfang. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Jeder muss alles schlucken: einen Faustschlag, einen Stockschlag, einen Check – jeder muss das für die Mannschaft schlucken. Wir brauchen Disziplin und müssen Geduld haben.

Stichwort Disziplin – gegen Köln gab es zu viele Strafen. Wie sehen Sie die Schiedsrichterleistungen in dieser Saison?

Ich hatte diese Saison sehr wenig Probleme mit den Schiedsrichtern. Die sind besser geworden – und ich bin ruhiger geworden. Wenn ich mir Spiele am Tag danach auf Video ansehe, sehe ich auch, dass die meisten gepfiffenen Fouls auch tatsächlich Fouls sind. Die Spieler müssen das aber lernen – und mittlerweile tun sie das auch. Die Spieler müssen auch wissen, dass sie ihren Fuß bewegen müssen und nicht ihren Schläger um einen anderen aufzuhalten.

Was sagen Sie zum System mit ab sofort vier Referees?

Auch wenn wir fünf Schiedsrichter haben, werden wir immer noch Probleme haben und über Entscheidungen diskutieren. Es ist halt ein sehr schnelles Spiel, die Schiedsrichter können nicht alles sehen oder haben eine andere Perspektive. Aber wie gesagt – sie sind besser geworden.

Was war für Sie in dieser Saison positiv und was negativ?

(lacht) Das Negative würde zu lange dauern. Nein, positiv war für mich, dass die Mannschaft auch in schwierigen Zeiten nicht aufgehört hat. Nur so haben wir 13 der letzten 18 Spiele gewonnen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Überrascht hat mich unsere Torausbeute, Platz elf bei 15 Mannschaften.

Klaus Kathan und Tore Vikingstad wechseln nach dieser Saison zu Ihrem Pre-Play-off-Gegner Hannover. Ein Problem?

Das wird für beide eine interessante Woche und nicht einfach: Jeder weiß, dass sie dahin gehen und daher stehen sie mehr unter Druck. Es sind beides gute Menschen und Charaktere und beide wollen einen guten Abschluss haben. Ich habe überhaupt kein Problem damit.

Brauchen Sie einen Play-off-Bart als Glücksbringer?

Ich habe nie einen Play-off-Bart gehabt. Ich sehe sowieso schon schrecklich genug aus... Nein, ich weiß auch nicht, ob das hilft. Jetzt zählt nur, dass wir in den Spielen immer alles geben.

Autor: Interview: Georg Amend

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