Bezugnehmend auf den Leserbrief von Herrn Helbing möchte ich auch mal einige Dinge bemerken.

Leser-Antwortbrief: Thema RWE

Totgesagte leben länger

12. März 2008, 20:00 Uhr

Bezugnehmend auf den Leserbrief von Herrn Helbing möchte ich auch mal einige Dinge bemerken.

Also, der Verein ist tot? Eine interessante These, wohl aber mehr haltlos. Ein Verein ist in meinen Augen tot, wenn er aus dem Vereinsregister gelöscht wird. Nicht früher und nicht später.

Natürlich ist nicht alles rosig, eher alles andere. Aber dann direkt einen Verein als tot erklären. Fehler passieren immer wieder, was ja nur menschlich ist. Mag auch durchaus sein, dass man Fehler an der Hafenstraße öfter macht als anderswo. Aber der Verein ist bestimmt nicht tot. Wenn man sich vor Augen hält, dass 7500 Zuschauer in der dritten Liga zu einem Spiel gegen das absolute Schlusslicht der Liga kommen, dann scheint doch noch eine gewisse Faszination von diesem Verein auszugehen.

Natürlich ist die Situation nicht einfacher geworden. Mit dem unnötigen erneuten Abstieg hat man sich einiges selbst zerstört, was man vorher aufgebaut hat. Und ja, die Stimmung an der Hafenstraße ist deutlich schlechter geworden, aber tot ist der Verein damit noch lange nicht.

Auch die Jugendarbeit in diesem totgesagten Verein läuft alles andere als schlecht. Die A-Jugend steht in der höchsten deutschen Spielklasse auf einem hervorragenden sechsten Tabellenplatz und ärgert hin und wieder auch mal einen der ganz Großen. Die B-Jugend spielt ebenfalls in der höchsten Spielklasse und die C-Junioren genauso. Ein „toter“ Verein kann diese Tatsachen wohl kaum von sich behaupten.

Und alles immer auf die fehlende Zahlungsbereitschaft der Industrie zu schieben ist bestimmt auch nicht korrekt. Natürlich würde man sich ein größeres Engagement bei dem ansässigen Fußballverein wünschen, aber in der heutigen Zeit ist dies in keinster Weise selbstverständlich.

Und wie heißt es so schön, totgesagte leben länger. Ab mit der Kohle ins Phrasenschwein!

Tim Steckelbruck

Anmerkung: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. Die Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.

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