Zu Beginn: der Verein ist tot. Das hat man in den letzten sechs Jahren geschafft.

Leserbrief: Thema RW Essen

Brauch ich den zum Leben?

11. März 2008, 14:57 Uhr

Zu Beginn: der Verein ist tot. Das hat man in den letzten sechs Jahren geschafft.

Die viel beschworene Historie ist abgenudelt. Wo soll die auch hin sein bei sechsjähriger Zeitarbeiter-Tradition. Zu den Äußerungen des Volkes: Kritik und Aufrütteln kommt in Internetforen beim Verein selbst oder der WAZ fast ausschließlich aus der Ferne, von ehemaligen Bewohnern der Region. Die hier leben äußern sich in der Art: gehe da seit 38 Jahren hin, was wollt ihr überhaupt, RWE für immer! Helau möchte ich hinzufügen.

Dazu ständige Beschimpfungen des jungen Publikums. "Wo sind die alten Fans geblieben, nur noch junges Kroppzeug..." Die einzige Hoffnung also für künftige Historie wird verweigert. Degeneration auch in dem Bereich des Vereinslebens. Dazu ständig dieses Gelabere von den Konzernen, die endlich helfen MÜSSEN. Die wohl- und mildtätigen Großkonzerne der Region. Dann sollten sie erst mal Kindergärten finanzieren, Schulen sponsern, die Finanzierungslücken im Breitensport schließen, etwas gegen die Verelendung der Jugend tun. Jedes wievielte Kind lebt in Armut in der künftigen Kulturhauptstadt? Und das mit der Kulturhauptstadt sehe ich wie die Bundesgartenausstellungen, aus den Augen aus dem Sinn. Die Technokratie feiert sich selbst.

Nochmal zu den Konzernen, da war doch mal was mit einer Sache "Powerline", da hat RWE, der Konzern, mal eben eine Milliarde versenkt, na und? Und RWE der Verein? Wie schrieb da einer so schön im Forum: Brauch ich den zum Leben? Was tut der für mich, hat es getan? Also den Wochenendfrust brauche ich genauso wenig wie Durchfall und Grippe. Oder Kontakt zu irgendwelchen Lokalpolitikern. Thema durch bei mir.

Peter Helbing

Anmerkung: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. Die Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.

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