Die Werder-Reserve ist für die Dortmunder Zweitvertretung in dieser Spielzeit einfach nicht zu schlagen.

Bremen II - Dortmund II 3:1 (1:0) / Pechvögel

BVB-Bubis chancelos

Matthias Dersch
10. März 2008, 14:38 Uhr

Die Werder-Reserve ist für die Dortmunder Zweitvertretung in dieser Spielzeit einfach nicht zu schlagen.

Gelangen in der letzten Saison noch zwei Siege, kassierte man nun zwei deutliche Niederlagen. Nach dem 1:4-Debakel aus der Hinrunde, als sich das Team von Trainer Theo Schneider von den Werderaner über 90 Minuten vorführen ließ, setzte es nun eine 1:3 (0:1)-Schlappe im hohen Norden.[box_rsprint]

„Der Sieg für Werder war hochverdient. Wir wussten vorher, dass sie eine starke Offensive haben, und die war es auch, die letztlich den Unterschied gemacht hat“, bilanzierte Schneider.
Kevin Artmann hatte die Bremer nach einer Standard-Situation Sekunden vor der Pause in Führung gebracht (45.), die jedoch vom überragend aufspielenden Uwe Hünemeier in der 71. Minute dank eines fulminaten Freistoß-Tores ausgeglichen werden konnte. „Unser Treffer fiel aus dem Nichts, denn zuvor sind wir nicht einmal in die Nähe des Bremer Kastens gekommen“, zeigte sich auch der BVB II-Linienchef angesichts des glücklichen Ausgleichs überrascht, der jedoch nicht über die Zeit gerettet werden konnte. Denn Kevin Schindler (83.) und Marc Heider (87.) nutzten mit ihren späten Treffern die Dortmunder Erschöpfung, die zu diesem Zeitpunkt praktisch nur noch zu Neunt auf dem Feld standen.

„Uns hat wirklich das Pech eingeholt“, stöhnte Schneider mit Blick auf die kuriose Verletzungsserie, die die Borussen nach und nach dezimierte.

Zuerst war es Christopher Nöthe, der bereits nach 33. Minuten aufgrund einer Wadenverhärtung das Feld verlassen musste. Später erwischte es dann Lars Ricken (Pferdekuss am Oberschenkel) und den eigewechselten Yasin Öztekin (Adduktorenprobleme), ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. „Die beiden standen am Ende nur noch in vorderster Front, weil sie kaum noch laufen konnten. An Entlastung war da nicht mehr zu denken, zumal die Bremer den Druck permanent erhöht haben. Ein Punktgewinn wäre so auch absolut glücklich für uns gewesen“, versuchte Schneider dann auch gar nicht, die Niederlage schön zu reden.

Die Dortmunder Zweitvertretung ist durch die erste Nullrunde nach neun ungeschlagenen Partien in Folge zwar auf Platz acht der Tabelle abgerutscht, Grund zur Sorge sieht der BVB II-Coach jedoch nicht: „Die anderen Ergebnisse liefen für uns, von daher schaue ich recht beruhigt auf das Match gegen Cottbus am kommenden Wochenende.“

Autor: Matthias Dersch

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