Ajax, Bayern, Tottenham – Schalkes Pascal Testroet hatte die freie Auswahl, wo er im kommenden Sommer spielen will. Am Ende entschied er sich – für Werder Bremen. Der Goalgetter unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 bei den Norddeutschen und könnte in der kommenden Saison sowohl im Nachwuchs als auch in der Reserve der Grün-Weißen spielen.

Schalke 04: Pascal Testroet wechselt zu Werder

Elgert: "Er wird bei uns keine Rolle mehr spielen"

09. März 2008, 10:00 Uhr

Ajax, Bayern, Tottenham – Schalkes Pascal Testroet hatte die freie Auswahl, wo er im kommenden Sommer spielen will. Am Ende entschied er sich – für Werder Bremen. Der Goalgetter unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 bei den Norddeutschen und könnte in der kommenden Saison sowohl im Nachwuchs als auch in der Reserve der Grün-Weißen spielen.

[box_rsprint]"Die sportliche und schulische Perspektive waren ausschlaggebend", betont der Youngster, der sich ansonsten nicht weiter zu der Angelegenheit äußern möchte. "Nach fünf Jahren bei S04 wollte Pascal einfach mal etwas Neues sehen, er wollte aber auch nicht zu weit weg von zu Hause sein", berichtet Testroets Berater Udo Schräder von der Agentur Soccer Sportmarketing, der seinem Schützling eine Art Maulkorb verpasste. Sein Zusatz: "Am liebsten wäre es dem Jungen gewesen, wenn alle Clubs im Umkreis von 30 Kilometern um Bocholt liegen würden."

Denn genau da liegt der Hase im Pfeffer – zumindest offiziell: Bislang wurde der Youngster jeden Tag von seinen Eltern zum Training gefahren. Eine Stunde hin, eine zurück – wenn es keinen Stau gibt. "Teilweise wurden sogar die Hausaufgaben im Auto gemacht", berichtet der Berater, der die Schalker Deadline bis zum kommenden Samstag nicht voll ausreizen wollte: "Pascal ist lange mit der Entscheidung schwanger gegangen, aber nun musste sie her. Jetzt, wo alles klar ist, ist eine Zentnerlast von ihm gefallen." Zumal der Angreifer, der in zwei Jahren sein Abi machen will, unter der Woche auch schon Details klärte und sich seine künftige Bleibe im Werder-Appartmenthaus in unmittelbarer Stadion-Nähe begutachtete.

Die Frage ist nur, inwiefern er die Erleichterung nun auch noch auf dem Platz umsetzen darf. "Pascal wird keine große Rolle mehr spielen", betont Trainer Norbert Elgert in Bezug auf die heutige Partie bei Rot-Weiss Essen und den weiteren Saisonverlauf. Sein vielsagender Zusatz: "Ich bin froh, dass ich mich mit dem Jungen nicht mehr befassen muss. Dabei ist Pascal selbst absolut in Ordnung."

Währenddessen beruft sich Schräder auf eine Aussage, die während der Verhandlungen gefallen sein soll: "Manager Andreas Müller hat uns zugesagt, dass Pascal unabhängig von seiner Entscheidung weiter spielen darf." Davon weiß Elgert freilich nichts. Der Coach, der seine Enttäuschung nur schwer verbergen kann: "Die ganze Angelegenheit hat viel Kraft und Nerven gekostet. Ich befasse mich nur noch mit den Leuten, die uns zur Verfügung stehen." Testroet, der durch RS von der Entscheidung erfuhr: "Ich bin geschockt und enttäuscht. So einen Abgang wünscht man sich nicht. Für einen Fußballer gibt es nichts schlimmeres, als nicht spielen zu dürfen."

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