47 Minuten lang hielt die DJK Katernberg dem Druck der Gastgeber stand. Trotz der akuten Verletzungsmisere stand gegen den Tabellenführer bis dahin hinten die Null. Kurz nach der Pause brachte ein Doppelschlag den ESC Rellinghausen letztlich jedoch auf die Gewinnerstraße und zum Ende brachen alle Dämme bei den Gästen. Die mussten sich am Ende beim ESC für die nachlässige Chancenverwertung bedanken, der letztlich zwar mit 4:0 triumphierte, aber die Gelegenheit zum Kantersieg verstreichen ließ.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 4: Rellinghausen ohne Mühe

"Wir hätten noch höher gewinnen müssen"

Aaron Knopp
15. Oktober 2006, 21:34 Uhr

47 Minuten lang hielt die DJK Katernberg dem Druck der Gastgeber stand. Trotz der akuten Verletzungsmisere stand gegen den Tabellenführer bis dahin hinten die Null. Kurz nach der Pause brachte ein Doppelschlag den ESC Rellinghausen letztlich jedoch auf die Gewinnerstraße und zum Ende brachen alle Dämme bei den Gästen. Die mussten sich am Ende beim ESC für die nachlässige Chancenverwertung bedanken, der letztlich zwar mit 4:0 triumphierte, aber die Gelegenheit zum Kantersieg verstreichen ließ.[i]Ein Ortstermin[/i]

„Uns fehlen momentan einfach die Alternativen“, bemühte sich DJK-Coach Michael Posenau in einem ersten Fazit nach dem Abpfiff, Gründe für den Auftritt seiner Elf zu finden.

Die stark verletzungsgeschwächte Mannschaft war beim Ligaprimus zunächst auf Absicherung der Defensive bedacht. Die Umsetzung dieser Marschrichtung gelang in der ersten Hälfte auch ganz passabel, der Tabellensiebte machte mit seinen beschränkten Mitteln den Gastgebern das Leben schwer. Ungenauigkeiten im Angriffsspiel sowie die defensive Ausrichtung der DJK verhinderten Torchancen für den ESC. So waren die Spielanteile zwar deutlich zu Gunsten der Deges-Truppe verteilt, doch die erste Halbzeit verstrich ohne nennenswerte Torchance.

Nach 45 Minuten unansehnlichem Gekicke sorgte in Halbzeit zwei ausgerechnet einer, der bis dahin noch erfolgreich den Spielverderber mimte, für die Wende für den Tabellenführer. Markus Kambach fälschte in der 47. Spielminute einen Schuss von ESC-Angreifer Julian Engelmeyer unhaltbar für Keeper Michael Emde ins eigene Tor ab.

Nur zwei Minuten später sorgte Engelmeyer erneut für Unruhe im Strafraum der Katernberger und konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Frank Bündert zum 2:0.

Die Moral der „19er“ war nun endgültig gebrochen. „Dieser Doppelpack war Gold wert“, analysierte später auch ESC-Coach Thomas Deges treffend. Der Favorit erspielte sich in den nächsten Minuten eine Vielzahl von Chancen – nur Pech beim Abschluss und der Pfosten (54.) standen dem 3:0 im Weg.

Spätestens jetzt war wesentlich mehr Tempo im Spiel, der ESC erspielte sich Chancen im Minutentakt aber DJK Katernberg steckte nicht auf. Auch wenn die gelegentlichen Vorstöße nur für wenig Gefahr sorgten, war den Gästen in Sachen Einsatzwillen nichts vorzuwerfen - auch wenn der ESC eindeutig am Drücker blieb. Nachdem Julian Engelmeyer in der 70. Minute eine weitere hochkarätige Chance vergab, zeigte er wenig später seine Qualitäten als Vorbereiter. Nach einer Ecke für die Gäste spielte er in einem blitzsauberen Konter seine Schnelligkeit aus und bediente den mit aufgerückten Frank Zerbaum, der zum 3:0 einschob (76. Minute). Nur zwei Minuten später ließ Marcel Fernfeld „19“-Keeper Michael Emde keine Chance und machte den zweiten Doppelschlag der Partie perfekt.

Die Entscheidung, wer den Platz am Krausen Bäumchen an diesem Tag als Sieger verlassen würde, war nun natürlich längst gefallen. Die Hausherren versäumten es in Folge, ihre zahlreichen Chancen zu nutzen und so blieb es beim hochverdienten 4:0 gegen letztlich völlig chancenlose Gegner.

ESC-Trainer Thomas Deges war dementsprechend zufrieden: „Wir haben eigentlich genauso weitergespielt wie in der ersten Hälfte, aber die Katernberger haben zwei, drei Spieler in ihren Reihen, die schon über 40 sind. Die haben wir irgendwann müde gespielt. Der Doppelpack war dann natürlich Gold wert und zum Schluss hätten wir eigentlich noch höher gewinnen müssen.“

Gäste-Trainer Michael Posenau nahm seine Mannschaft trotz der deutlichen Pleite in Schutz: „Aufgrund der aktuellen Personalsituation fehlen uns einfach die Alternativen. Wir haben den Gegner aber auch zu den Toren eingeladen und nach dem Doppelschlag war die Moral natürlich dahin. Wir müssen unsere Punkte jedoch sowieso nicht beim Tabellenführer holen.“

Autor: Aaron Knopp

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