Hallo, als ehemaliger Essener, der nun schon 30 Jahre in Geldern am Niederrhein wohnt, der alle RWE Spiele im TV oder über den LIVE-Ticker verfolgt, möchte ich mich zum Thema Stadt Essen, der Spitzensport und insbesondere RWE zu Wort melden.

Leserbrief zum Thema RW Essen: Im falschen Stadtteil

Abgetaucht

07. März 2008, 14:12 Uhr

Hallo, als ehemaliger Essener, der nun schon 30 Jahre in Geldern am Niederrhein wohnt, der alle RWE Spiele im TV oder über den LIVE-Ticker verfolgt, möchte ich mich zum Thema Stadt Essen, der Spitzensport und insbesondere RWE zu Wort melden.

Ich bin seit meiner Kindheit RWE-Fan und werde es wohl auch immer bleiben, aber es fällt oft sehr schwer durchzuhalten. Die Stadt Essen hat sich schon immer zurückgehalten, natürlich geht sie mit Steuergeldern um, aber jedes Jahr ein gewisser Rahmen und man kommt auch weiter.

Das RWE Stadion liegt leider im falschen Stadtteil, Rüttenscheid, Werden oder Bredeney wäre besser. Das sind die Aushängeschilder der Stadt. Schönebeck, Essen-West bzw. Altendorf, Vogelheim und Bergeborbeck, damit kann man keinen Staat machen. Das Grugastadion und seine Ära sprachen Bände, Millionen wurden investiert, wo sind sie geblieben. Das Georg Melches-Stadion steht immer noch.

Zu RWE ist nichts besonders Gutes zu sagen. Die RWE-Führung war nie profihaft. Alles nur 2. Klasse-"Kämpfer". Beim Präsidium geht’s los und das pflanzt sich fort bis in die Mannschaft. Nur nicht unangenehm auffallen. Nur nicht die Meinung "herausschreien". Die Industrie darf nicht erschreckt werden, dann ist der Geldhahn zu, so wie es jetzt passiert.

Was haben eigentlich Duisburg, Oberhausen, Bochum, Gelsenkirchen oder Dortmund, was Essen nicht hat? Natürlich hat Essen einen OB, der sich immer gerne mit RWE-Fanschal der Presse zeigt, wo ist er jetzt - abgetaucht, wo war er, als es um die großen Industriesponsoren ging - jetzt ist wohl der Zug abgefahren - danke für ihre Hilfe, Herr Oberbürgermeister.

Nun zum Schluss nochmals zur Mannschaft von RWE, ihr habt gezeigt, ihr könnt kämpfen, nur kämpft endlich wieder oder soll RWE genauso in den Kellergewölben des Fußballs verschwinden, wie Herne, Solingen und weitere. Über diese Vereine wird kaum noch gesprochen, manch Fußballfan kennt sie noch nicht einmal mehr.

Stadt Essen, Essener Firmen, besonders die großen Konzerne, RWE-Präsidium und Mannschaft - werdet wach und zieht an einem Strang, dann kann es nur besser werden. Zum Wohle der Stadt, für den Verein und für viele Fußballbegeisterte.

Heinz-Peter Schüßler

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