Theo Schneider, wie sieht es personell vor dem Gang nach Bremen aus?

Vier Mal Nachgefragt: Bonan: "Eingriffe sind möglich"

T. Schneider: "Bremen war Wendepunkt"

06. März 2008, 19:31 Uhr

Theo Schneider, wie sieht es personell vor dem Gang nach Bremen aus?

Patrick Njambe hat eine Grippe erwischt, ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Lars Ricken leidet an einer Rippenprellung. Dafür ist Sebastian Hille wieder dabei, auch Sahr Senesie ist gesund, er gehört auf jeden Fall zum Kader. Mal abwarten, wer von oben noch kommt, die Profis spielen schon am Freitag. Ziemlich sicher wird Daniel Gordon bei uns auflaufen.
Wie sehen Sie Bremen II?
Ich denke, die sind noch einen Tick weiter als wir. Das haben wir im Hinspiel zu spüren bekommen. Da sind wir zum einzigen Mal richtig vorgeführt worden. Von da an ging es fast nur bergauf, es war für uns ein Wendepunkt. Klar ist, so leicht machen wir es Werder nicht noch einmal. Seit dieser Partie agieren wir auf Augenhöhe. Ich habe Werder in Ahlen gesehen, offensiv haben sie klasse gespielt, da müssen wir richtig aufpassen.

Zuletzt gab es drei Remis. Gute Ergebnisse oder bei der Dreipunkte-Regel nicht ganz zufriedenstellend?
Wir müssen realistisch bleiben, es waren auch sehr starke Gegner. Jede Partie hätte auch in beide Richtungen anders ausgehen können. Unser Anspruch bleibt Rang zehn, davon rücken wir nicht ab. Wenn wir jetzt was in Bremen holen, dann vielleicht Cottbus schlagen, haben wir eine riesige Ausgangsposition.

Drei Fragen an Ayhan Tumani

Wuppertals Co-Trainer Ayhan Tumani, ist Ihnen die neue Rolle als Jäger lieber als die des Gejagten?
Das kann ein kleiner Vorteil für uns sein, aber man sollte das nicht überbewerten. In dieser Liga kann sich die Lage ohnehin Woche für Woche ändern.
Wie ist die Lage vor dem Samstags-Match gegen Emden?
Wir sind auf einem guten Weg, nachdem wir in Dortmund einen Schritt nach vorn gemacht haben. Selbstbewusstsein holt man sich durch kleine Erfolge, das macht sich nun bei uns bemerkbar. Allerdings werden die Kickers ein sehr gut organisierter Gegner sein, der aus seiner Ordnung heraus auch spielerisch stark ist. Ich habe sie zwei Mal gesehen, Trainer Stefan Emmerling leistet offensichtlich gute Arbeit.
Wer fällt am Samstag aus?
Nach aktuellem Stand könnten alle Mann an Bord sein, es gibt allerdings noch ein paar Fragezeichen. Daniel Voigt ist nach Ablauf seiner Sperre mit Leistenproblemen leicht angeschlagen, zudem laboriert Mike Rietpietsch an einer Rippenprellung. Man muss bei beiden die Entwicklung in den kommenden Einheiten abwarten, aber es sieht schon gut aus.

Drei Fragen an Hans-Günter Bruns

Hans-Günter Bruns, drei Clubs haben in dieser Saison schon mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Ein Zufall?
Das haben wir doch fast jedes Jahr, nur in den ersten beiden Ligen gibt es das kaum. Es werden immer Vereine da sein, die mehr Ausgeben als sie Einnehmen. Fast immer werden die Clubs dann mit irgendwelchen Aktionen aufgefangen. Konsequenzen hat das eigentlich fast nie.
Die Liga ist spannend wie nie. Haben Sie das so erwartet?
Ja, damit musste man rechnen. Ich hatte 13 bis 14 Teams auf dem Zettel für die ersten zehn Ränge. Auch in der letzten Saison war es schon ziemlich eng, wenn auch nicht so extrem wie aktuell. Es wird weiter spannend bleiben, denn ich denke Braunschweig, Essen und Magdeburg werden auch noch kommen.

Es folgen Auswärtsspiele in Dresden, Magdeburg und Düsseldorf. Heimauftritte gegen Verl und Lübeck. Muss man die dritte Liga zu Hause sichern?
Hier werden wir die meisten Zähler machen, wir sind Vierter in der Heimtabelle. Auswärts treten wir ohne Druck an, wir sind in den Begegnungen nicht der Favorit, trotzdem wollen wir auch da was mitbringen. Wir werden für Überraschungen gut sein.

Drei Fragen an Heiko Bonan

Heiko Bonan, klappt es gegen Wolfsburg?
Mein Team ist griffig, hochmotiviert, wir werden alles dafür tun, die drei Zähler zu erreichen. Wir nutzten die Zeit, richtig mit Dampf zu trainieren. Auch ein internes Testspiel schoben wir ein. Der Rhythmus ist bei jedem da, gut für die Wettbewerbsstabilität. Egal, wer gastiert, durch einen Sieg wollen wir für Ruhe sorgen. Das Team weiß das. Es gibt auch kein Alibi, das ist der Job der Jungs.

Das Krankenlager leert sich immer mehr.
Ich habe die Alternativen, Eingriffe ins Spiel sind möglich, ich kann sinnvoll wechseln. Mit Stijn Haeldermans habe ich eine zusätzliche kreative Variante. Mitja Schäfer ist theoretisch so weit, Niklas Andersen links in der Dreierkette zu ersetzen.
Kein Erfolg gegen die „Wölfe“ – und dann ...?
Daran verschwende ich keinen Gedanken, sonst könnte ich mich sofort aufhängen. Es gibt nur die Siegausrichtung. Wir wissen aber, auch gegen solche Gegner kann man böse auf die Nase fallen. Wir haben nur den Sieg im Blick, es geht nur um Resultate, von mir aus auch ein dreckiges.

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