Man muss genau wissen, wofür man sein Nervenkostüm strapazieren will. Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, ist in dieser Hinsicht sehr wählerisch. „Das 1:7 zuhause gegen Frankfurt lässt mich total kalt“, erklärt der 46-Jährige absolut glaubwürdig. „Das ist eine ganz andere Qualität, das ist gnadenlose Effektivität.“

SG Schönebeck: Nervenkostüm zu wertvoll – Agolli entspannt

Comeback von Mirja Kothe – Linden drängt in die Startelf

og
06. März 2008, 18:16 Uhr

Man muss genau wissen, wofür man sein Nervenkostüm strapazieren will. Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, ist in dieser Hinsicht sehr wählerisch. „Das 1:7 zuhause gegen Frankfurt lässt mich total kalt“, erklärt der 46-Jährige absolut glaubwürdig. „Das ist eine ganz andere Qualität, das ist gnadenlose Effektivität.“

Das brachte er auch gegenüber etlichen eigenen Spielerinnen schon nach dem Schlusspfiff ausdrücklich zur Sprache, der Mann wollte echte Niedergeschlagenheit nicht dulden. Durchaus eine Gratwanderung, so wurde der A-Lizenzinhaber aus dem Umfeld ein paar Mal kritisch angesprochen. Agolli: „Wichtig ist doch, mit beiden Beinen am Boden zu bleiben. Wir haben jetzt und in nächster Zukunft nicht vergleichbare Klasse.“

Eine Linda Bresonik bricht weg, schwer in der aktuellen Phase – das Geld ist nicht dick da – eine ansatzweise vergleichbare Akteurin zu holen. Eine Melanie Hoffmann, die immer noch spielerische Klasse verkörpert, wird im nächsten November 34 und fällt in den nächsten vier Wochen aus (Sehnenriss unter dem Fuß). Gegen Frankfurt lief die Technikerin schon fitgespritzt auf.

Spaß machte Agolli erneut „Bella“ Linden. „Frech bis zum geht nicht mehr“, grinst der Trainer. Kein Geheimnis, wenn die Spielpause vorbei ist, könnte er in die Lage kommen, für die Startelf am Winterneuzugang nicht mehr vorbei gehen zu können. Linden dazu: „Dafür muss ich noch etwas abliefern, ein Tor fehlt mir.“ Aussagekräftig war auf jeden Fall der verklärte Blick von Frankfurts Manager Siggi Dietrich: „Ein unglaubliches Talent.“

Das Agolli kaum abgeben wird. Der Ex-Stürmer plant schon jetzt die weitere Zukunft. So soll es ein Comeback bei der SGS geben: Mirja Kothe könnte ab dem 1. Juli wieder im Bundesligakader stehen. Aus beruflichen Gründen zog sich die 22-Jährige für eine Saison in die Verbandsliga zum TuS Harpen zurück. Jetzt klärt die schnelle Immobilienkauffrau mit ihrem Arbeitgeber, VBV Bauen und Wohnen aus Bochum, wie ihre berufliche Laufbahn aussehen wird. Parallel plant Kothe ein berufsbegleitendes Studium. Ihre Aussage, „länger als ein Jahr möchte ich in der Verbandsliga nicht agieren“, stimmt überein mit der von Agolli, der aktuell durchaus ein Problem auf der linken Seite sieht: „Ich will Mirja wieder haben.“

Autor: og

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