Die Zebras bauten sich im Derby wieder richtig auf. „Endlich konnte ich ein Match in Durchgang zwei einmal relativ entspannt verfolgen“, schmunzelte MSV-Coach Horst Steffen vor sich hin. Kein Wunder, vor 450 Zuschauern im Homberger PCC-Stadion gewann seine Truppe überzeugend mit 4:0 (3:0) und ließ Gastgeber VfB in der Tabelle wieder hinter sich.

VfB Homberg - MSV II 0:4 (0:3) / Tosunoglu doppelt

Steffens unerklärliches Gefühl, Boris’ pure Fassungslosigkeit

og/tr
02. März 2008, 19:36 Uhr

Die Zebras bauten sich im Derby wieder richtig auf. „Endlich konnte ich ein Match in Durchgang zwei einmal relativ entspannt verfolgen“, schmunzelte MSV-Coach Horst Steffen vor sich hin. Kein Wunder, vor 450 Zuschauern im Homberger PCC-Stadion gewann seine Truppe überzeugend mit 4:0 (3:0) und ließ Gastgeber VfB in der Tabelle wieder hinter sich.

„In der ersten halben Stunde gab es eigentlich wenig Möglichkeiten. Dann fiel die Führung nach einem Freistoß, nach einem weiten Abstoß konnten wir nachlegen“, erinnert sich der Ex-Profi. Adam Bodzek und Tufan Tosunoglu trafen. Steffen lobend: „Tufan ging alleine auf den Keeper zu, in solchen Situationen ist er wirklich eiskalt.“ Nach dem 3:0 durch Nils-Ole Book war alles durch. Steffen: „Der VfB ließ nach, wir nutzten die Unsicherheit.“[box_rsprint]

"Das ist ganz bitter", schüttelt Hombergs Trainer Michael Boris fassungslos den Kopf. "1:9 Tore aus den letzten drei Spielen - das darf nicht wahr sein. Schlimm ist, dass wir als Kollektiv versagt haben. Unser Keeper Andreas Kossenjans war mal wieder die ärmste Sau auf dem Platz."

Steffen wollte natürlich nicht das Haar in der Suppe suchen, allerdings bedauerte er, dass nach dem zweiten Treffer von Tosunoglu nicht noch mehr nachgelegt wurde. „Einen fünften hätte ich gerne noch gesehen, dann hätten wir ein ausgeglichenes Trefferkonto.“ Aber wie gesagt, der Mann hielt den Ball flach, „Schön, dass wir zu Null agierten.“ Und dass nach der Durststrecke endlich wieder vierfach vollstreckt wurde.
Konsequenzen will Boris, der am Mittwoch noch ein Testspiel einschieben möchte, (noch) nicht ziehen: "Wir dürfen bloß nicht verkrampfen, sondern müssen in die Erfolgsspur zurückfinden. Es bringt nichts, wenn wir den Kopf in den Sand stecken, wir haben ja schon gezeigt, dass wir mithalten können."

Steffen ist eher der sachliche Typ, der bestimmt keine Gläser rückt, um sich einzustimmen. Allerdings räumt er ein. „Ich hatte vor dem Match schon ein richtig gutes Gefühl, ich weiß aber nicht, woher das kam.“ Wichtig ist für den Ex-Uerdinger: „Gut, dass der Dreier eingefahren wurde. Ich habe den Jungs auch klar gemacht, es zählt nicht nur schöne Spielerei, wenn man die Tore nicht markiert.“ Und vehementer: „Genau darauf habe ich keine Lust mehr, das macht mich eher wütend.“ Eine Gabe, die der 207-fache Bundesligaakteur hat. „Das kann ich auch, wenn es sein muss.“ Gegen Homberg zog er das entspannte Schmunzeln vor.

Autor: og/tr

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