Für eine Million Euro kam Klemen Lavric im Sommer 2005 von Dynamo Dresden, erst nach einigem Hickhack konnte der Slowene schließlich für die Zebras auflaufen.

MSV: Manager Hübner bevorzugt schnelle Trennung mit Erlös

"Zwei Interessenten für Lavric"

02. März 2008, 17:46 Uhr

Für eine Million Euro kam Klemen Lavric im Sommer 2005 von Dynamo Dresden, erst nach einigem Hickhack konnte der Slowene schließlich für die Zebras auflaufen.

Lavric erlebte Höhen und Tiefen, spielte mit dem MSV in der Bundesliga, stieg anschließend mit dem MSV ab, im vergangenen Jahr wieder auf. Jetzt sind seine Tage an der Westender Straße gezählt.[box_rsprint]

Grund: "Klemen hat einen Stammplatz gefordert, andernfalls würde er sich eben bis zum Saisonende auf die Tribüne setzen", schildert Trainer Rudi Bommer. Der Fußball-Lehrer konnte dieses Verhalten nicht dulden: "So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. Dem muss man einen Riegel vorschieben." Lavric zählt ab sofort nicht mehr zum Duisburger Kader, war in Berlin bereits nicht mehr mit "und wird auch sonst kein Spiel mehr für uns bestreiten", wie sich Bommer festlegt.

Sport-Manager Bruno Hübner knüpfte nach der Entscheidung Lavric auszusortieren, schon die ersten Kontakte über dessen Zukunft. "Ich hatte eine gute Unterredung mit Klemen", lässt Hübner im Gespräch mit RS durchblicken, dass man sich offenbar noch in die Augen schauen kann. Der ehemalige Wehener: "Wir lassen Lavric natürlich nicht zum Nulltarif gehen. Für ihn wurde eine Summe investiert, dann sehen wir es als fair an, wenn man für den Spieler auch etwas zurückbekommt. Es gibt aktuell zwei Interessenten. Ich habe Klemen deutlich gemacht, dass es das Beste ist, sich schnell zu trennen."

Sollte das Vorhaben klappen, würde der MSV deutlich besser fahren, als bei Toni Ailton, dessen Kontrakt aufgelöst wurde. Der Brasilianer spielt ab sofort bei Metallurg Donezk. Die Zebras erhielten keinen finanziellen Ausgleich, obwohl sie auf 300.000 Euro spekuliert hatten. Auf der einen Seite könnten durch die Maßnahmen mögliche Störfaktoren im Team binnen kürzester Zeit ausgeschaltet werden, andererseits sinkt die Anzahl an Alternativen im Abstiegskampf.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren