Beruflich macht Jascha Keller ziemliche Fortschritte. Der angehende Kommissar hat seine Vor- und Zwischenprüfung bestanden und sich damit für den Abschluss-Hürdenlauf qualifiziert. Im Sommer stehen sechs Klausuren an, danach folgen drei mündliche Examen. Vorher will der Wattenscheider Kapitän schon auf andere Ebene die Korken knallen lassen: Nämlich beim Unternehmen Aufstieg. RevierSport unterhielt sich mit dem Abwehrchef.

Wattenscheid: Kapitän Jascha Keller im Interview

"Das wäre einmalig"

Thomas Tartemann
29. Februar 2008, 10:23 Uhr

Beruflich macht Jascha Keller ziemliche Fortschritte. Der angehende Kommissar hat seine Vor- und Zwischenprüfung bestanden und sich damit für den Abschluss-Hürdenlauf qualifiziert. Im Sommer stehen sechs Klausuren an, danach folgen drei mündliche Examen. Vorher will der Wattenscheider Kapitän schon auf andere Ebene die Korken knallen lassen: Nämlich beim Unternehmen Aufstieg. RevierSport unterhielt sich mit dem Abwehrchef.

Jascha Keller, sind Sie froh, dass es am Sonntag in Dröschede wieder los geht?
Die Vorbereitung hat bei uns länger gedauert als bei anderen Vereinen, aber durch das Pokal-Highlight in Münster kam einem das gar nicht so zäh vor. Natürlich ist es schön, wenn man wieder um Punkte spielen kann. Sollte uns ein guter Auftakt gelingen, wäre das gleich ein Ausrufezeichen Richtung Konkurrenz.

Mehrere Ihrer Team-Kollegen, darunter Farat Toku oder Youssef Yesilmen, warnten davor, sich vorzeitig zurückzulehnen. Sehen Sie als Spielführer eine solche Gefahr?
Nein. Ich muss nicht groß warnen. Ungünstig betrachtet reichen zwei Niederlagen, damit unser Vorsprung schmilzt. Wichtig ist die richtige Einstellung und jeden Gegner ernst zu nehmen. Der Vorteil bei uns ist, dass wir viele junge, gallige Leute haben. Alle sind heiß auf den Erfolg.
Kann Wattenscheid die beeindruckende weiße Weste in der Lohrheide bis zum Saisonende verteidigen?
Wir haben bisher zuhause alles gewonnen. Wenn wir den Schnitt halten, dann wäre das einmalig und sicherlich auch rekordverdächtig. Wir versuchen alles, um das hinzukriegen. Es ist einfach ein geiles Gefühl, zuhause zu gewinnen. Unsere Fans unterstützen uns super, beim 2:3 in Münster wurden wir lange nach dem Schlusspfiff gefeiert. Mit den einmaligen Anhängern könnte man ohne weiteres mindestens ein oder zwei Ligen höher spielen.

Präsident Guido Tann signalisierte kürzlich Gesprächs-Bereitschaft hinsichtlich eines Aufstiegs-Bonbons. Wie ist der Stand?
Ich habe mit Herrn Tann schon gesprochen. Dass in so einer Frage kein kategorisches Nein kommt, finde ich schon Mal sehr positiv. Der Verein macht sich Gedanken, wobei man letztlich immer überlegen muss, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Der sportliche Erfolg wäre für uns schon ausreichende Genugtuung.

Sie haben bisher drei Tore auf Ihrem Konto, allerdings noch keinen Kopfball-Treffer erzielt. Wird das noch was?
Bisher sind sie alle aus halbhohen Standards mit dem Fuß zustande gekommen. Insgesamt habe ich mir fünf Stück vorgenommen, vielleicht kommen die Kopfball-Tore ja in der Rückrunde.

Autor: Thomas Tartemann

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