Fortuna-Akteur Claus Costa, wie bitter ist es für Sie, endlich wieder in der Startelf gestanden zu haben und dann mit leeren Händen aus Bremen zurück nach Hause gefahren zu sein?

Vier Mal Nachgefragt: Costa: "Wiedergutmachung"

Bonan will keine Jobgarantie

28. Februar 2008, 17:45 Uhr

Fortuna-Akteur Claus Costa, wie bitter ist es für Sie, endlich wieder in der Startelf gestanden zu haben und dann mit leeren Händen aus Bremen zurück nach Hause gefahren zu sein?

Natürlich ist es unheimlich ärgerlich und ich habe mir das Spiel insgesamt auch anders vorgestellt. Aber ich wäre nach dem Match genauso enttäuscht gewesen, wenn ich keine Minute auf dem Feld gestanden hätte. Wir verlieren und gewinnen als komplette Mannschaft und nicht nur die Leute, die direkt mitgewirkt haben.

Jetzt kommt mit Cottbus II wieder ein Reserveteam – was erwarten Sie von diesem Gegner?
Energie hat sich im Laufe der Saison deutlich gesteigert, das kann man alleine schon an den Ergebnissen ablesen. Vor der Winterpause haben sie zwei Siege eingefahren, jetzt in Lübeck gewonnen und gegen RWO einen Punkt geholt. Zudem haben sie bei uns nicht viel zu verlieren. Es gibt keinen Grund, Cottbus zu unterschätzen.
Zumal man mit der Niederlage bei Bremen II gerade erst über eine Zweitvertretung gestolpert ist.
Aber die beiden Teams kann man gar nicht miteinander vergleichen, weil sie zwei unterschiedliche Arten von Fußball spielen. Während Werder mehr über die technische und spielerische Schiene kommt, steht Cottbus ziemlich tief und ist auf eine sichere Defensive bedacht. Für uns geht es nur um Wiedergutmachung.

Drei Fragen an Heiko Bonan

Heiko Bonan, Sie wollen keine Jobgarantie!
Das geht doch alles nicht. Wenn wir jetzt dreimal verlieren, würde es dem Club dreckig gehen.
Geben Sie sich kämpferisch?
Mal im Ernst, was soll ein anderer anders machen. Ich sage, keiner kennt die Truppe besser als ich und meine Trainerkollegen. Die Jungs sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Team. Es ist halt so, wenn keine Tore erzielt werden, hat man auch keine Argumente. Ich glaube aber fest daran, dass wir das alles schaffen.
Was kann Emden?
Kickers gewinnt fast alles Spiele, wenn sie mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit gehen. Wir müssen das aggressiv angehen.

Drei Fragen an Wolfgang Frank

Wuppertals Trainer Wolfgang Frank, welche Erkenntnisse haben Sie aus dem Wülfrath-Test gewonnen?
Nicht viele. Es ging darum, dass die Jungs etwas Praxis sammeln. Aber markant ist, dass in der zweiten Halbzeit, als die Reservisten auf dem Platz standen, mehr Spielfreude zu erkennen war. Darüber werde ich mir Gedanken machen.
Wird der Druck vorm Samstags-Match in Dortmund größer?
Der war schon immer da. Vielleicht haben sich die Jungs gedacht, als Erster müssen sie automatisch gegen jeden gewinnen. Aber das funktioniert in dieser Liga nicht. Ich erwarte jetzt vor allem von Leuten wie Mike Rietpietsch, die Ambitionen haben, eine Reaktion.
Wer fällt am Samstag aus?
Daniel Voigt muss bekanntlich seine Rotsperre von einem Spiel absitzen, Hüzeyfe Dogan fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Und auch Dirk Heinzmann wird nicht im Kader stehen, weil er sich noch im Aufbautraining befindet.

3 Fragen an Theo Schneider

Theo Schneider, nach dem 0:0 im hitzigen Derby bei Rot-Weiss Essen wurde Ihrer BVB-Mannschaft eine schauspielreife Leistung gepaart mit unfairem Spiel unterstellt. Was sagen Sie dazu?
Wenn ich sehe, wie Essens Paul Jans drei Mal mit gestrecktem Bein in Zweikämpfe ging und vorzeitig gelb-rot-gefährdet ausgewechselt werden musste oder wie Markus Kurth ständig provozierte, dann kann ich die Vorwürfe nicht verstehen. Als Daniel Gordon bewusstlos am Boden lag, wurde er von Essener Spielern beschimpft, Sebastian Hille kassierte beim Schlichten eine Matchstrafe. In der Endphase gab es sicherlich zwei, drei Situationen, in denen unser Marcel Großkreutz länger am Boden lag, aber wir müssen ja wohl kaum dafür herhalten, wenn Essen nicht in der Lage ist, das Überzahlspiel auszunutzen. Wir wollen genau wie RWE in die neue dritte Liga, was nutzt es da, wenn wir ein schönes Spiel hinlegen, aber vier Stück kriegen? Meine Jungs haben vor der Kulisse toll dagegengehalten, das habe ich ihnen nachher auch gesagt.
Am Samstag kommt mit dem WSV Borussia ein weiterer "Großer". Wie sehen Sie die Ausgangslage?
Bei den Wuppertalern ist die Euphorie, die vor dem Pokal-Highlight gegen Bayern noch herrschte, durch die zwei Niederlagen in der Meisterschaft sicherlich verflogen. Anscheinend brodelt es da, wenn ich an das Aneinanderrasseln von Mike Rietpietsch und Mahir Saglik während des Ahlen-Spiels denke. Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, wenn beim WSV Friede, Freude, Eierkuchen herrschen und die Truppe als Spitzenreiter zu uns kommen würde. Wuppertal wird sich garantiert zusammenraufen, wir müssen wie in Essen voll dagegenhalten und können durchaus mit breiter Brust auflaufen. In der Saison sind uns zwölf zu-Null-Spiele gelungen, es stehen erst vier Niederlagen zu Buche. Halten wir diesen Schnitt, klappt es auch mit der Quali.
Wie sieht es personell aus?
Sahr Senesie hat seine Grippe überstanden und wird in den Kader zurückkehren. Sebastian Hille ist gesperrt, dafür kehrt Christian Eggert ins defensive Mittelfeld zurück. Daniel Gordon hatte nach dem RWE-Match einen Tag Kopfschmerzen, ist aber einsatzfähig.

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