Beim Bundesligisten FC Schalke 04 kehrt nach zwei verlorenen Bundesliga-Duellen in Folge keine Ruhe ein. Mirko Slomka steht in der Kritik und der Druck auf den Coach wächst immer weiter. Vorstand und Aufsichtsrat des Vizemeisters diskutieren bereits über die Zukunft des 40-Jährigen.

Druck auf Slomka wächst weiter

Schnusenberg sieht "Handlungsbedarf"

sid
26. Februar 2008, 13:32 Uhr

Beim Bundesligisten FC Schalke 04 kehrt nach zwei verlorenen Bundesliga-Duellen in Folge keine Ruhe ein. Mirko Slomka steht in der Kritik und der Druck auf den Coach wächst immer weiter. Vorstand und Aufsichtsrat des Vizemeisters diskutieren bereits über die Zukunft des 40-Jährigen.

"Wir haben Handlungsbedarf, doch es wird keinen Schnellschuss geben", sagte Präsident Josef Schnusenberg der Bild-Zeitung: "Vielleicht brauchen wir auf Schalke wirklich mal einen Chefcoach, der internationales Standing hat."

Schnusenberg kündigte an, zunächst mit Slomka über die aktuelle Situation sprechen zu wollen. Nach der 0:1-Niederlage am vergangenen Samstag gegen den direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen sind die Königsblauen im Rennen um einen Champions-League-Platz weiter zurückgefallen, die Fans machten ihrem Unmut mit "Slomka raus"-Rufen Luft. Er wolle "durchaus auch ergebnisbezogen" mit Slomka sprechen, sagte Schnusenberg der WAZ.

Der Trainer, der seit Januar 2006 im Amt ist, kämpft im Spitzenspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Tabellenführer Bayern München sowie im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am 3. März beim FC Porto um seinen Job. Von einem Ultimatum wollte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies zwar nicht sprechen. "Vor den Spielen gegen Bayern und Porto passiert mit Sicherheit nichts", sagte der starke Mann auf Schalke der Westfälischen Rundschau, gab aber zu, er könne "die eine oder andere personelle Entscheidung des Trainers nicht nachvollziehen".

Schnusenberg hatte zuletzt Unverständnis darüber geäußert, dass Slomka die Neuzugänge Albert Streit, Ze Roberto und Vicente Sanchez nur sehr selten einsetzte. Das Trio war in der Winterpause für rund sechs Millionen Euro verpflichtet worden, um das Saisonziel Champions-League-Teilnahme noch zu erreichen.

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Manager Andreas Müller bereits mit der Suche nach einem Nachfolger für Slomka beauftragt worden sein. Schnusenberg, der sich am Dienstag nicht zur Trainerdiskussion äußern wollte, hatte zuvor erklärt, noch keinen Kandidaten in der Hinterhand zu haben.

Autor: sid

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