Die Gegner beim Finale des Diebels-Niederrheinpokals stehen schon fest: Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen. Der Termin der Partie zumindest intern: 9. April 2008. Unklar ist immer noch, in welchem Stadion das Endspiel stattfindet. Duisburg oder Düsseldorf – wer macht das Rennen? Der Fußballverband Niederrhein (FVN) hatte sich mit Vertretern von RWE und Fortuna 95 zusammengesetzt.

Diebels-Niederrheinpokal: Finale in Duisburg? – Bremer: „Sind nicht abgeneigt“

„Israel ist nicht Düsseldorf und Essen“

ag
23. Februar 2008, 12:17 Uhr

Die Gegner beim Finale des Diebels-Niederrheinpokals stehen schon fest: Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen. Der Termin der Partie zumindest intern: 9. April 2008. Unklar ist immer noch, in welchem Stadion das Endspiel stattfindet. Duisburg oder Düsseldorf – wer macht das Rennen? Der Fußballverband Niederrhein (FVN) hatte sich mit Vertretern von RWE und Fortuna 95 zusammengesetzt.

Doch eine definitive Entscheidung für den Austragungsort blieb aus. Rainer Lehmann, Geschäftsführer des FVN, macht keinen Hehl daraus, dass er „den neutralen Spielort Duisburg, wenn es finanziell und organisatorisch machbar ist, bevorzugt“. Gerade auch der Sicherheitsfaktor macht Lehmann zu schaffen. Rückblick: Bei einem Regionalliga-Spiel war es zwischen Düsseldorfer und Essener Fans im Dezember letzten Jahres zu Ausschreitungen gekommen. Leuchtraketen flogen, woraufhin der Schiedsrichter die Partie für elf Minuten unterbrechen musste.

„Auch deshalb suchen wir ein besonders sicheres Stadion für das Pokalfinale“, fügt der Funktionär an und schiebt nach: „Mit der LTU-Arena hätte ich in dieser Hinsicht keine Probleme.“

Allerdings hätten die Fortunen damit einen klaren Heimvorteil. Damit rückt der Standort Duisburg wieder mehr und mehr in den Fokus. Für RWE-Geschäftsführer Nico Schäfer wäre die MSV-Arena die beste Lösung. „Wie es sich für ein richtiges Pokalfinale gehört, sollte es auf einem neutralen Platz ausgetragen werden.“ Mittlerweile haben die Verantwortlichen an der Wedau die Arbeiten aufgenommen.

„Wir kennen die Bedingungen nicht genau. Die Anfrage wird zurzeit geprüft. Allerdings weilte Rainer Lehmann bis Freitag im Urlaub, deshalb hakten die Verhandlungen und Gespräche etwas. Aber wir sind auf einem guten Weg“, berichtet Björn Bremer, Geschäftsführer des MSV Duisburg. Er legt nach: „Wir sind dieser Sache aber generell nicht abgeneigt und würden unsere Arena gerne zur Verfügung stellen. Trotzdem muss der finanzielle Sektor und die Bedingungen, die an die Sicherheit gestellt werden, erst einmal geprüft werden. Das wir dies schaffen können wissen wir. Die Ausstattung ist auch für ein Länderspiel geeignet.“

Die Bestätigung dafür kam in der letzten Woche. Die MSV-Arena ist am 9. September der Austragungsort des U21-Länderspiels zwischen Deutschland und Israel im Rahmen der EM-Qualifikation. „Das ist auch ein Spiel mit sehr hoher Brisanz, allerdings mit einer höheren Wertigkeit. Israel ist nicht mit einem solchen NRW-Derby zu vergleichen – wobei Düsseldorf und Essen die gleichen Anforderungen an die Sicherheit stellen.“

Somit bleibt es weiter spannend, auch wenn der Vorteil derzeit bei Duisburg liegt...

Autor: ag

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