Heute ist es endlich so weit. Das mit Spannung erwartete Spitzenduell zwischen Gladbach und Mainz steigt vor einer gewaltigen Kulisse von etwa 40.000 Zuschauern im Borussia-Park. Und die Hausherren werden mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch auflaufen, denn

Keeper Heimeroth hält nichts von Krisengerede

"Spielen nicht gegen Blinde"

tr
18. Februar 2008, 18:16 Uhr

Heute ist es endlich so weit. Das mit Spannung erwartete Spitzenduell zwischen Gladbach und Mainz steigt vor einer gewaltigen Kulisse von etwa 40.000 Zuschauern im Borussia-Park. Und die Hausherren werden mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch auflaufen, denn "wir wollen die Scharte aus dem Hinspiel wettmachen", ballt Christofer Heimeroth die Faust. Klar, denn die vier Einschläge gegen die 05er wie auch das jüngste Debakel in Hoffenheim hat der Keeper der Borussia noch im Hinterkopf. "Uns war allerdings allen klar, dass wir nicht so einfach durch die Liga marschieren werden", erklärt Heimeroth, dass der Holperstart nichts mit Übermut oder Arroganz zu tun hat.

"Natürlich ist es ein Schock, wenn man 2:0 führt und dann innerhalb von 20 Minuten vier Dinger kassiert. Aber wir spielen schließlich nicht nur gegen Blinde. Und dass wir von der Presse bereits als Aufsteiger gefeiert wurden, haben wir nie ernst genommen, denn dafür ist die Liga einfach zu stark." Und aus diesem Grund will der sichere Rückhalt des VfL auch nichts von einer Krise wissen. "Entscheidend ist jetzt, dass wir gewinnen und schnellstens punkten. Und ich bin mir sicher, dass es uns gegen den FSV auch gelingen wird."

Trotz des Optimismus' hatten es die beiden einzigen Niederlagen, welche die Borussia bislang einstecken musste, aber gleich in sich. Und das 1:4 in Mainz wie auch das 2:4 gegen Hoffenheim treiben Heimeroth immer noch zur Weißglut. Denn zieht man die acht Gegentore ab, hätte der Keeper mit gerade einmal 15 Gegentreffern mit Abstand die beste Bilanz aller Zweitliga-Torhüter. "Ich ärgere mich, dass wir die eigentlich gute Statistik mit zwei schwachen Auftritten derart stark nach oben getrieben haben", gibt der ehemalige Schalker offen zu. Dennoch muss sich der Torwart nichts maßlos ärgern, schließlich hält er die Defensive gut zusammen, nur die Abwehrreihen der Mainzer und Fürther sind besser als seine.

Aber heute kommt ausgerechnet die Truppe, die mit gerade einmal 19 Gegentreffern den meisten Beton anrührt, jedoch wie der VfL nicht gut aus den Startlöchern gekommen ist: "Das zeigt, dass sich im Endeffekt stark eingeschätzte Mannschaften sehr schwer tun, in Tritt zu kommen", sieht sich der Torwart in seiner Sicht der Ausgeglichenheit der Klasse bestätigt. "Fußballerisch gehört Mainz zu den besten Teams, dennoch kommen sie aber nicht mit einem großen Selbstbewusstsein zu uns. Wir werden offensiv spielen und den Fußball zeigen, der uns ausgezeichnet hat. Dann werden wir auch gegen 05 gewinnen."

Autor: tr

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