Zum Regionalliga-Auftakt ins Jahr 2008 verpasste die Dortmunder Zweitvertretung einen wichtigen Dreier im Kampf um die Qualifikationsplätze für die eingleisige dritte Liga. Dabei führte der BVB gegen Union Berlin bis zur 80. Minute dank einer herrlichen Einzelleistung von Yasin Öztekin (40.) mit 1:0, bevor ein „Elfer-Geschenk“ (Zitat von Union-Trainer Uwe Neuhaus) an die Gäste, das Marco Gebhardt dankend annahm, die Borussen aus ihren Siegesträumen riss.

Dortmund II - Union Berlin 1:1 (1:0)/Elfer-Geschenk

„So ein Gegentor ist heftig“

Matthias Dersch
17. Februar 2008, 18:40 Uhr

Zum Regionalliga-Auftakt ins Jahr 2008 verpasste die Dortmunder Zweitvertretung einen wichtigen Dreier im Kampf um die Qualifikationsplätze für die eingleisige dritte Liga. Dabei führte der BVB gegen Union Berlin bis zur 80. Minute dank einer herrlichen Einzelleistung von Yasin Öztekin (40.) mit 1:0, bevor ein „Elfer-Geschenk“ (Zitat von Union-Trainer Uwe Neuhaus) an die Gäste, das Marco Gebhardt dankend annahm, die Borussen aus ihren Siegesträumen riss.

„So ein Gegentor ist heftig“, musste BVB-Coach Theo Schneider erst einmal schlucken, als er auf den späten Ausgleich angesprochen wurde. Der Grund: ein eigentlich harmloser Luftzweikampf zwischen Uwe Hünemeier und Unions Nico Patschinksi, den Schiedsrichter Stefan Schempershauwe gegen den Dortmunder Kapitän auslegte. „Ich hoffe, dass sich das irgendwann einmal ausgleicht und wir von einer ähnlichen Situation profitieren“, vermied es der Linienchef allerdings, sich lange mit dem umstrittenen Pfiff auseinanderzusetzen und richtete den Blick stattdessen nach vorne.

Viel wichtiger war für den 47-Jährigen sowieso, dass sein Team nach einer erschreckend schwachen, und vor allem passiven ersten Hälfte den Schalter umlegen konnte: „Unsere Führung fiel, wenn wir ehrlich sind, aus heiterem Himmel, denn bis dahin waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Nach der Pause haben wir es dann geschafft, aggressiver und präsenter aufzutreten und uns diesen Punkt verdient.“

Eine Aussage, die angesichts der langen Führung paradox erscheint, und doch den Spielverlauf genau widerspiegelt, wie auch Rückkehrer Neuhaus, bis April 2005 selbst Coach der Borussen-Reserve, bestätigt: „Uns fehlte das richtige Näschen, um unsere Überlegenheit in Hälfte eins in Tore umzusetzen. Das hat sich nachher gerächt, als sich bei uns Fehler einschlichen. Da hatten wir Glück, dass der BVB seine Kontermöglichkeiten nicht nutzen konnte. Das Resultat geht deshalb absolut in Ordnung.“

Durch den Punktgewinn verschlechterte sich die Truppe von
Schneider zwar um zwei Plätze und liegt jetzt auf Rang sechs, der Abstand auf Platz elf ist mit fünf Zählern allerdings weiterhin beruhigend. „Knüpfen wir an die Leistung der zweiten Hälfte gegen Berlin an, läuft es am nächsten Wochenende in Essen besser für uns“, bewahrte sich Schneider so auch seinen Optimismus, der durch die Rückkehr von Lars Ricken zusätzlich befeuert wurde.

Autor: Matthias Dersch

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