Verpatzter Restrundenstart für Rot-Weiss Essen. Durch das 0:2 (0:1) vor 3967 Zuschauern gegen RW Ahlen im Wersestadion sah man Gesichter, deren Mimik zwischen betreten und entsetzt schwankten. „Jeder kann sich nach einer solchen Vorstellung ausmalen, wie tief ich durchatmen muss“, resümierte RWE-Trainer Heiko Bonan ziemlich fassungslos.

RW Ahlen - RW Essen 2:0 (1:0)/Doppelter Lars Toborg

Betroffen, aber nur sechs Punkte vom Aufstieg

og
17. Februar 2008, 13:46 Uhr

Verpatzter Restrundenstart für Rot-Weiss Essen. Durch das 0:2 (0:1) vor 3967 Zuschauern gegen RW Ahlen im Wersestadion sah man Gesichter, deren Mimik zwischen betreten und entsetzt schwankten. „Jeder kann sich nach einer solchen Vorstellung ausmalen, wie tief ich durchatmen muss“, resümierte RWE-Trainer Heiko Bonan ziemlich fassungslos.

[box_rsprint]Sein Kollege Christian Wück beschrieb das Geschehen auf dem Rasen angenehm sachlich: „Jeder neutrale Beobachter dieses Spiels muss einfach sagen, dass nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen hat.“

Anders beschrieben: Es siegte die Auswahl, die Tore erzielte. Das waren die Gastgeber, die einen Lars Toborg aufboten, der für ein Doppelpack verantwortlich war (3., 82.). Beim 1:0 flog die erste von insgesamt nur drei Ahlener Ecken in den Strafraum. Nur Toborg wollte wirklich den Ball. Bonan: „Dabei war die Zuordnung klar abgesprochen.“ Das mag sein, allerdings sah man davon nichts. Beim zweiten Mal schloss Toborg einen Konter über den eingewechselten Daniel Chitsulo problemlos ab.

Chancen hatte RWE auch, allerdings durfte man nicht einmal jubeln. „Ich habe die letzte Verbissenheit vermisst, die Aktion im Strafraum wirklich abzuschließen“, kritisierte Bonan wahrlich nicht zur Unrecht. Sein Fazit war nicht wirklich falsch: „Nach dem Konter war das Match schließlich gelaufen.“ Schon vorab hätte Kevin Breitkreutz für Essens Frust sorgen können, der die Kugel nicht ins leere Tor schieben wollte. Wück konnte sich nicht beschweren: „Wir standen unter enormem Druck, hatten unglaublichen Dusel.“

Während RWE das echte Handwerkszeug fehlte, die Defensive von Ahlen wirklich zu knacken. Bei LRA agierte ein zentraler Winterneuzugang Grover Gibson lange Zeit sehr dominant im Mittelfeld, während bei RWE wirkliche Kreativität vermisst wurde. Knapp 95 Prozent der hohen Flanken fischte LRA-Keeper Manuel Lenz gekonnt weg. „Sehr gut“, lobte Wück, während Bonans Blick immer leerer wurde. Am kommenden Samstag gastierte die BVB-Zweitvertretung im Georg Melches-Stadion. Mächtiger Zugzwang, mächtiger Druck. Essen steht bereits im Februar am Scheideweg. Wie absurd dieser anmutet, beweist der Blick auf die aktuelle Tabelle: Als Elfter verbucht RWE einen Abstand von lediglich sechs Zähler auf einen Aufstiegsplatz.

Autor: og

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