Die RWE Rhein-Ruhr Volleyballer können dieses Wochenende einmal durchatmen! Nach dem packenden 3:2 gegen Braunschweig kletterten die Bottroper in der Tabelle der 2. Bundesliga auf den dritten Rang. Am Samstag, 23. Februar, steigt in der Dieter-Renz-Halle das Topspiel: RWE empfängt den Meisterschaftsanwärter aus Giesen. RevierSport sprach mit Kapitän Ferdi Stebner über das bisher Erreichte und das anstehende Spitzenduell.

Volleyball: RWE Rhein-Ruhr ist heiß auf das Topspiel

Stebner will Extra-Bonbon

sala
15. Februar 2008, 09:09 Uhr

Die RWE Rhein-Ruhr Volleyballer können dieses Wochenende einmal durchatmen! Nach dem packenden 3:2 gegen Braunschweig kletterten die Bottroper in der Tabelle der 2. Bundesliga auf den dritten Rang. Am Samstag, 23. Februar, steigt in der Dieter-Renz-Halle das Topspiel: RWE empfängt den Meisterschaftsanwärter aus Giesen. RevierSport sprach mit Kapitän Ferdi Stebner über das bisher Erreichte und das anstehende Spitzenduell.

Das vergangene Match gegen Braunschweig war ein echtes Kampfspiel. Hat das positive Ergebnis noch einmal für Selbstvertrauen gesorgt?
Der Gegner war hervorragend auf uns vorbereitet. Sie kannten unsere Aufschlagtaktik und hatten großen Respekt vor unserer Aufschlagstärke. Somit wussten sie auch, wie wir trainieren, so dass sie wiederum eine vollkommen andere, atypische Taktik wählten, womit sie uns überraschten und das Spiel, im Gegensatz zu den letzten Partien gegen Braunschweig, zu einem echten Kampf haben werden lassen. Für uns war es wichtig, dass wir mal wieder einen Rückstand aufgeholt haben und einen Tie-Break zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Die Tatsache, dass wir es über diesen harten Weg geschafft haben, hat definitiv für einen Schub Selbstvertrauen gesorgt.
Die Zuschauer waren voll da. War das ein Bonus, auf den Sie auch in den kommenden Partien setzen?
Als das Match kippte und nahezu für Braunschweig entschieden war, sorgten die Zuschauer für eine wahrlich positive Unterstützung. Sie erkannten wohl, dass wir es an diesem Sonntag nur über den Kampf und nicht über den 'schönen' Weg schaffen können. Letztendlich sind wir sehr froh, dass sie mit einem Erfolgserlebnis heimgehen konnten. Es steht allerdings auch fest, dass das Match gegen Giesen ein komplett anderes wird. Wir kennen deren Akteure seit vielen Jahren sehr gut, sie sind sehr groß und spielen einen dynamischen Ball. Dies liegt uns, ganz im Gegenteil zu der Taktik der Braunschweiger.

Sie haben mit einem Ass den Big Point klar gemacht, war das ein besonderes Glücksgefühl?
Ich versprach beim gemeinsamen Mittagessen vor dem Spiel, dass ich vier Asse schlagen würde. Ich trainierte die Woche gut und somit war mein Selbstbewusstsein diesbezüglich sehr groß. Nun war meine Leistung auf dem Feld selbst alles andere als gut, so dass ich froh war, dass mir unser Zuspieler Torben Tidick den Ball beim Punktestand von 14:14 im 5. Satz zuspielte, ich diesen verwandelte und danach zum Aufschlag durfte. Ich dachte an mein Versprechen, die Zuschauer und daran, dass ich die Nacht mit einer solchen Leistung nicht schlafen könnte. Zum Glück habe ich nicht lange gezögert und schnell aufgeschlagen. Die Freude war groß und mein Schlaf erholsam! Letztendlich ist es aber die Aufgabe eines Kapitäns, die Verantwortung zu übernehmen und den letzten Punkt zu erringen, wenn man es denn nüchtern und professionell betrachtet.

Durch den Sieg sind Sie auf Rang drei geklettert. Genießen Sie das spielfreie Wochenende oder hätten Sie lieber gleich weitergemacht?
Wir genießen gerade jeden freien Tag. Wir sind alle nur Amateure mit täglichem Training, so dass sich viele, genauso wie ich, im Examens- oder Diplomstress befinden. Wir haben in den letzten Wochen erkannt, dass wir einige Begegnungen aufgrund nicht-fitter Spieler verloren haben. Da der Druck jetzt bei den Tabellennachbarn liegt, genießen wir und unsere Körper das freie Wochenende sehr!

Am 23. Februar kommt es in der Dieter-Renz-Halle zum Spitzenduell gegen den TSV Giesen, was erwarten Sie?
Ich erwarte eine dynamische, athletische Mannschaft aus Giesen, die genau weiß, dass wir spielerisch zu den beiden Top-Teams gehören. Unser Problem ist die Kontinuität und die akademische Belastung der einzelnen Spieler. Wir wissen, dass wir gegen die guten Gegner immer unsere besten Leistungen abrufen. Im Hinspiel hatten wir etwas Pech, ich bin mir jedoch sicher, dass wir in eigener Halle und mit guter Unterstützung der Zuschauer spannendes, aggressives Volleyball erwarten dürfen.

Giesen kommt als Meisterschaftskandidat, was ist für RWE Rhein Ruhr Volley in dieser Saison drin?
Giesen wird Meister, das steht fest. Spielerisch sind wir aber auf einem Niveau. Was Giesen besser kann als wir, ist die Kontinuität ihrer Leistung und die Tatsache, dass sie einen größeren, ausgeglichenen Kader haben. Sie haben mit Renault einen finanzstarken Sponsor und die Mannschaft wurde nun über viele Jahre aufgebaut. Unser Ziel ist der zweite Platz. Und ein kleines Bonbon wäre natürlich ein Sieg gegen Giesen. Ob dies möglich ist, werden die nächsten zwei Trainingswochen zeigen. Wir hoffen natürlich auf eine volle Halle und laden herzlich zu diesem Spitzenduell ein.

Autor: sala

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