Topfavorit Bayern München hat auf dem Weg zum möglichen Titel-Triple einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Der deutsche Rekordmeister kam im Hinspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde beim FC Aberdeen trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus, hat aber weiterhin gute Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale gegen den Sieger des Duells zwischen Girondins Bordeaux und RSC Anderlecht.

Remis in Aberdeen hält Bayern im UEFA-Cup-Rennen

Klose und Altintop treffen

sid
14. Februar 2008, 20:52 Uhr

Topfavorit Bayern München hat auf dem Weg zum möglichen Titel-Triple einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Der deutsche Rekordmeister kam im Hinspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde beim FC Aberdeen trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus, hat aber weiterhin gute Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale gegen den Sieger des Duells zwischen Girondins Bordeaux und RSC Anderlecht.

Zum Weiterkommen reicht dem Spitzenreiter der Bundesliga im Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.Februar) bereits ein 0:0 oder 1:1. Der FC Bayern, der am Sonntag in der Bundesliga in Hannover seine Spitzenposition verteidigen will, bleibt damit seit Herbst 1996 (0:3 in Valencia) im UEFA-Cup ungeschlagen.

Josh Walker brachte den Tabellenfünften der schottischen Liga auf dem schwer bespielbaren Platz im Pittodrie-Stadion in der 24. Minute mit der ersten nennenswerten Chance für die Gastgeber überraschend in Führung. Fünf Minuten später konnte Nationalspieler Miroslav Klose vor 20.047 Zuschauern für den UEFA-Cup-Sieger von 1996 aus kurzer Distanz ausgleichen. Für den Stürmer war es das 17. Pflichtspieltor der Saison.

Kurz vor dem Wechsel gelang Sone Aluko (41.) in einer kampfbetonten Partie das 2:1 für Aberdeen. Beim Schuss in die Tormitte machte Keeper Michael Rensing keine gute Figur. Der U21-Nationalkeeper vertrat Kapitän Oliver Kahn, der kurzfristig wegen eines Grippeanfalls ausgefallen war. Hamit Altintop besorgte in der 54. Minute das 2:2. Der Türke scheiterte zunächst mit einem Handelfmeter an Jamie Langfield, den Nachschuss konnte er jedoch verwandeln.

Neben Kahn musste Trainer Ottmar Hitzfeld die angeschlagenen Franck Ribery, Willy Sagnol, Mark van Bommel und Daniel van Buyten ersetzen. Für Ribery bot Hitzfeld von Beginn an den zuletzt formschwachen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger auf, der dem Münchner Spiel aber erneut kaum Impulse geben konnte.

Die Münchner versuchten auf dem morastigen Untergrund mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Dies gelang dem Tabellenführer der Bundesliga aber nur bedingt. Zwar agierten die Bayern überlegen, doch abgesehen von Kloses Tor und einem Schuss von Hamit Altintop, den Aberdeens Verteidiger Zander Diamond in der 4. Minute vor der Linie stoppte, ging in der ersten Hälfte wenig Gefahr von den Gästen aus. Zudem präsentierte sich die Bayern-Defensive bei den Gegentreffern allzu nachlässig.

Nach dem Wechsel waren die Münchner weiter bemüht, die seit 1972 anhaltende Negativserie deutscher Teams in Aberdeen zu beenden. Seit dem 3:2 von Gladbach versuchten bisher acht deutsche Teams vergeblich, bei den "Dons" zu gewinnen. Auch die Bayern waren 1983 mit 2:3 im Pokalsieger-Wettbewerb gescheitert.

Das Team von Ottmar Hitzfeld hatte das Spiel voll im Griff, rannte sich aber immer wieder an der dicht gestaffelten Abwehr der Gastgeber fest, die zuletzt in Pokal (1:4 gegen Dundee United) und in der Liga (1:5 gegen Celtic Glasgow) noch bitter enttäuscht hatten. Ein Schuss des eingewechselten Lukas Podolski (77.) war die beste Bayern-Chance. Von Aberdeen war nach der Pause nichts mehr zu sehen.

Autor: sid

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