Während fast die komplette Regionalliga Nord-Vereine in der Winter-Transfer-Periode neue Leute an Bord holten, muss das Überraschungs-Team von Borussia Dortmund II mit Verlusten klarkommen. Außen-Verteidiger Mehmet Akgün (siehe Interview) hat sich für die holländische Ehrendivisie entschieden, Mittelfeld-Stratege Lars Ricken prüft in den USA einen Wechsel zu Columbus Crew. Dazu hat Abwehr-Recke Martin Amedick offenbar den Sprung in die Dortmunder Profi-Truppe bewerkstelligt.

Dortmund II: Uwe Hünemeier glaubt an das Team

"Dann profitieren wir alle"

tt
12. Februar 2008, 09:01 Uhr

Während fast die komplette Regionalliga Nord-Vereine in der Winter-Transfer-Periode neue Leute an Bord holten, muss das Überraschungs-Team von Borussia Dortmund II mit Verlusten klarkommen. Außen-Verteidiger Mehmet Akgün (siehe Interview) hat sich für die holländische Ehrendivisie entschieden, Mittelfeld-Stratege Lars Ricken prüft in den USA einen Wechsel zu Columbus Crew. Dazu hat Abwehr-Recke Martin Amedick offenbar den Sprung in die Dortmunder Profi-Truppe bewerkstelligt.

Uwe Hünemeier, Kapitän der Reserve, bleibt trotzdem gelassen. "Sicher sind das Abgänge, die nicht leicht zu verkfraften sein werden, aber wir haben schon oft genug bewiesen, dass wir mit schwierigen Situationen klarkommen und mit dem Kader bestehen können. Außerdem wird sicherlich der eine oder andere aus dem Lizenz-Kader zur Verfügung stehen, wenn sich die Personal-Situation oben entspannt hat."

Der Aspekt, dass in der Defensiv-Linie der junge Marcel Schmelzer den routinierteren Akgün ersetzen wird, sieht Hünemeier keineswegs als Problem. "Ich komme mit Marcel auf der linken Seite gut klar und versuche ihm natürlich auch zu helfen, weil er sich selbst ziemlich unter Druck setzt." Der BVB-Leitwolf fügt an: "Für Schmelzer ist die Situation neu. In der Vorrunde kam er gelegentlich zum Einsatz, jetzt ist er plötzlich ein gefragter Mann, vielleicht wird es auch schwieriger, damit umzugehen. Aber Marcel hat auch schon unterstrichen, dass er es kann."

Hünemeier weiß aus eigener Erfahrung: "Sicherlich ärgert man sich, wenn etwas nicht klappt. Bei meinem Eigentor zu Saison-Beginn war ich auch sauer, danach habe ich aber auf der anderen Seite getroffen und den Hebel umgelegt. Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken, wenn die ersten Aktionen negativ verlaufen, sondern muss weitermachen. Genauso muss Marcel da rangehen und darf sich nicht aus dem Konzept bringen lassen."

Nach der bärenstarken Ausbeute im Jahr 2007 und dem Sprung auf Platz vier steht das Team von Theo Schneider erneut auf dem Prüfstand. Hünemeier: "Es wäre blauäugig, wenn wir denken, dass alles so weiterläuft und wir wieder so viele Punkte holen. Wichtig ist, gleich gegen Mitkonkurrent Union Berlin gut aus der Pause zu kommen. Wenn wir 20 bis 25 Punkte draufpacken, müsste das für die Qualifikation reichen."

Der Abwehr-Chef bewertet dieses angestrebte Vorhaben - vorausgesetzt, es endet auch erfolgreich - höher, als die dramatische Rettung im Vorjahr. "Ich denke schon, dass der Sprung in die neue dritte Bundesliga leistungsmäßig noch weiter oben anzusiedeln ist. Für jeden von uns bedeutet das eine Riesen-Chance, sich zu beweisen. Wenn wir das Ziel erreichen, können alle Spieler davon profitieren."

Der Kopfball-Spezi wird nicht ewig im Talent-Becken des BVB verweilen, dafür denkt er zu ambitioniert. Hünemeier: "Ich sage aber nicht, dass es definitiv mein letztes Jahr in Dortmund ist. Jetzt geht es erstmal darum, Leistung zu bringen. Alles andere sehen wir dann."

Autor: tt

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