Eine Woche bevor das Leder wieder in der Bezirksliga 8 planmäßig rollt, wird die Liga gespannt nach Mülheim schauen und zwar nach Styrum, wo der Neuling 1. FC Mülheim den Liga-Primus Union erwartet. Gewinnen die neuerdings von Detlef Weides trainierten Löwen, ist Spannung an der Spitze garantiert. Eine Sache, die in dieser Saison in der Gruppe zwischenzeitlich schon utopisch schien.

Bezirksliga 8 NR: Union vor Rückrundenstart mit Abwehrsorgen

"Da braucht man routinierte Leute, die auch mal dazwischen hauen"

Heiko Gaeb
11. Februar 2008, 17:06 Uhr

Eine Woche bevor das Leder wieder in der Bezirksliga 8 planmäßig rollt, wird die Liga gespannt nach Mülheim schauen und zwar nach Styrum, wo der Neuling 1. FC Mülheim den Liga-Primus Union erwartet. Gewinnen die neuerdings von Detlef Weides trainierten Löwen, ist Spannung an der Spitze garantiert. Eine Sache, die in dieser Saison in der Gruppe zwischenzeitlich schon utopisch schien.

Siegt Union, ist das Polster auf den ärgsten Verfolger Mülheim 07, der dem Liga-Primus am letzten Spieltag vor der Winterpause eine deftige 4:1 Pleite beibrachte, wieder auf sechs Zähler angewachsen. Und geht es nach Union-Trainer Oliver Kannengießer, soll es natürlich auch so kommen. Sorgen bereitet dem Baustoff-Kaufmann aktuell die Abwehr, denn die war in den drei Testspielen diesen Jahres gegen gleichklassige Top-Teams aus Dinslaken und Essen alles andere als sattelfest.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/409-4455_preview.jpeg Warnt vor zu viel Selbstsicherheit: Damir Mekic, stellvertretender Kapitän von Union Mülheim[/imgbox]Elf Gegentreffer aus diesen Begegnungen sind einfach zu viel. "Die Ligen unserer Gegner starten einfach früher. So waren sie uns immer zwei Wochen voraus", relativiert Kannengießer die schlechte Bilanz. Und: Markus Hangert, der starke Rückhalt der Hinrunde stand nicht zwischen den Pfosten. Er steht dem Verein erst wieder zum offiziellen Rückrundenstart am 2. März zur Verfügung, wenn Union den 1. FC Dersimspor erwartet. "Und das in hoffentlich guter Verfassung", bangt der Union-Coach um den Zustand seines Keepers, der nach seinem Rippenbruch nun im Urlaub ist. Die Position zwischen den Pfosten ist aktuell bei Union sowieso vom Pech verfolgt. Mit Kevin Krämer wurde vom VfB Homberg eine neue Nummer zwei verpflichtet, doch der Schlussmann hat sich die Schulter ausgekugelt, so dass man auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv wurde und Dennis Lindebacher für die Position verpflichtete. Jenem Keeper, der in der abgelaufenen Spielzeit mit dem TSV Heimaterde den Sprung in die Landesliga schaffte.

Des Weiteren wurde mit Frank Schiel ein Zugang präsentiert, der "Routine pur" bedeutet. Der inzwischen 42-Jährige, privat ein Freund von Kannengießer, soll die Position hinter den Spitzen bekleiden. "Ozan Öztürk hat uns da ein wenig Kopfschmerzen bereitet. Da ist Frank eine super Alternative mit Trainer-Erfahrung. Die spielerische Stärke wird dadurch ergänzt, dass er den jungen Kickern auf dem Platz auch mal deutlich sagt, wo es langgeht", erklärt der 42-Jährige und ergänzt, um allen Spekulalationen ein Ende zu bereiten: "Er bleibt definitiv nur bis zum Saison-Ende."

Ein Transfer, den auch Damir Mekic, Spieler und stellvertretender Kapitän sehr begrüßt: "Wir haben zwar viel spielerisches Potenzial, aber einige junge Spieler nehmen die Sache nicht ernst genug. Da braucht man routinierte Leute, die auch mal dazwischen hauen." Denn, wenn man sich anschaut, wer bei Union alles auf dem Platz, wird man sehen, dass jeder Akteuer mindestens Landesliga-Erfahrung vorzuweisen. Doch Mekic warnt: "Der Zustand einiger Spieler nach der Pause ist alles andere als gut. Da wurde zu wenig auf Eigeninitiative trainiert. Und gegen uns gibt jeder jetzt alles. So können wir nur die Deppen werden, wenn wir alles verspielen."

Autor: Heiko Gaeb

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