Die ersten Tage als WSV-Trainer hat Wolfgang Frank hinter sich, es waren verdammt lange Tage.

WSV Borussia: Frank freut sich über Brasas-Zugang

"Ein Trainer darf sich nicht als Einzelkämpfer vestehen"

gri
11. Februar 2008, 13:15 Uhr

Die ersten Tage als WSV-Trainer hat Wolfgang Frank hinter sich, es waren verdammt lange Tage. "Ich habe viele Einzelgespräche geführt, um die Akteure besser kennen zu lernen", berichtet der neue Linien-Chef. Sein Zusatz: "Es sind viele Dinge passiert. Das geht an der Truppe nicht spurlos vorüber." Der erste Eindruck ist dennoch positiv, nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich: "Die Mannschaft ist intakt, und fußballerisch haben wir da eine klasse Truppe zusammen."

Die wird in der Rückrunde vorwiegend im 4-4-2-System agieren. "Wenn du gewinnen willst, musst du offensiv auftreten. Wir haben mit Mahir Saglik und Tobias Damm zwei gute Stürmer, das müssen wir nutzen", legt sich Frank fest. Er darf sich aber auch über eine Verstärkung für die Defensive freuen. Der frühere Profi-Keeper Stefan Brasas übernimmt ab dem kommenden Donnerstag die verwaiste Rolle des Torwart-Trainers. Der 40-Jährige, der zuletzt in gleicher Funktion für die VDV tätig war, ist ein alter Weggefährte Franks. "Ich kenne Stefan noch aus Unterhaching, er ist ein guter Typ. Ich hoffe, dass er jeden Tag da sein wird", betont der 56-Jährige.

Schließlich setzte er schon zu Mainzer Zeiten auf ein professionelles Umfeld, das Experten aus den verschiedensten Bereichen umfasste. Für den Einsatz eines Psychologen musste er sich einst belächeln lassen, heutzutage gehört diese Art der Betreuung zu jedem halbwegs professionell geführten Club. "Ein Trainer darf sich nicht als Einzelkämpfer verstehen, man muss im Team erfolgreich sein. Darum bin ich auch froh, mit Ayhan Tumani einen guten Assistenten an meiner Seite zu haben", erklärt Frank.

Um das Zusammengehörigkeits-Gefühl zu stärken, haben die Bergischen kurzfristig vom kommenden Montag bis Mittwoch ein Kurz-Trainingslager in Herzlake gebucht. Um Kondition bolzen kann es so kurz vor dem Rückrundenstart schließlich nicht mehr gehen, wie der Fußball-Lehrer einräumt: "Die nötige Fitness ist schon erreicht worden, der Zustand der Mannschaft ist top."
Das soll auch für den mentalen Bereich gelten, dem aufgrund der engen Stärke-Verhältnisse eine entscheidende Bedeutung zukommen könnte. "Du bist jetzt der Gejagte, das ist eine neue Situation", bemerkt der Trainer: "Jetzt geht es darum, dass die Truppe sich bewusst wird, was sie erreichen kann." Michael Stuckmann ist das offensichtlich bereits klar: Der Innenverteidiger verlängerte seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre.

Autor: gri

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