Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik. Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 19. Spieltag

VfL: Einzelkritik gegen Cottbus

Kein Spieler "gut" oder "sehr gut"

11. Februar 2008, 11:59 Uhr

Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik. Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 19. Spieltag

Jan Lastuvka (4): Bis zum folgenschweren Patzer vor dem zweiten Gegentreffer fehlerlos und ein sicherer Rückhalt. Nach dem Tor brachen alle Dämme in der Abwehr, die er auch nicht mehr stabilisieren konnte. Beim 3:3 ohne Chance.

Marc Pfertzel (4+): Vor allem im zweiten Durchgang mit einigen energischen Vorstößen. So mutig muss man gegen Cottbus auch spielen. Leider trübten etliche Abspielfehler seine eigentlich recht ansehnliche Leistung.

Marcel Maltritz (4-): Zunächst organisierte er die Abwehr gut, fand auch mal die Gelegenheit zu einem gefährlichen Vorstoß. Doch im zweiten Durchgang häuften sich auch bei ihm die Missverständnisse. Höhepunkt dann der Zusammenprall mit Lastuvka vor dem 2:3.

Anthar Yahia (4-): Begann sehr konzentriert und gewohnt zweikampfstark. Im Verlauf des Spiels dann immer fahriger, einigen Querschlägern und dem Verballern einer guten Chance im Cottbus-Strafraum nach einem klugen Freistoß-Querpass von Azaouagh.

Philipp Bönig (4-): Konzentrierte sich auf die Defensive, ging kaum über die Mittellinie, wenn er offensiv mal etwas versuchte, ging es in die Binsen. So auch sein Freistoßversuch unmittelbar an der Strafraumkante, der in der Energie-Mauer landete.

Daniel Imhof (3+): Lief vor der Abwehr viele Pässe der Lausitzer ab, schaltete sich auch mal in die Offensive ein, bleibt aber beschränkt in seinen spielerischen Möglichkeiten. Fleißig und solide und auf der Sechser-Position derzeit wohl weiter erste Wahl.

Thomas Zdebel (4-): Seine neue halbrechte Position in der Raute verlangt von ihm auch einen Beitrag in der Spielgestaltung. Die bissige Balleroberung alleine reicht nicht. Und damit wirkt der Kapitän überfordert. Gewohnt kampfstark und engagiert, aber mit vielen Fehlpässen. Der schlimmste leitete das 1:2 kurz vor der Pause ein.

Christoph Dabrowski (4): Taucht in seiner neuen Rolle verstärkt in der Offensive auf, wo er aber für die ganz großen Impulse nicht sorgen kann. Zentral vor der Abwehr ist er mit seiner Kopfballstärke und dem strategischen Talent wertvoller.

Mimoun Azaouagh (3-): Nicht nur ein feiner Techniker, sondern auch ein Dauerläufer und Fighter. Erobert viele Bälle, sorgt bei Standards für Gefahr. Von strenggenommen gleich drei "Sechsern" im VfL-Mittelfeld in der Spielgestaltung aber weitestgehend alleine gelassen.

Benny Auer (4): Zum ersten Mal im rewirpowerStadion von Beginn an im Team. Enttäuschte nicht, kämpfte mit viel Einsatz, ohne die hartnäckigen Energie-Verteidiger entscheidend abschütteln zu können. Sein Abstauber-Tor wird ihm weiter Auftrieb geben. Aber der Konkurrenzkampf auf der Position neben Sestak ist groß.

Stanislav Sestak (4+): Konnte in dem engen Spiel mit wenig Raum für die Stürmer seine Schnelligkeit nicht wirklich ausspielen. Wenn er aus dem Mittelfeld heraus den Turbo anwarf, war der Weg zum Tor zu weit. Dennoch schlug er eiskalt zu, schraubte seine Marke auf mittlerweile neun (Heim)-Tore.

Shinji Ono (-): Als er kam, flatterten gleich mehrere japanische Fahnen im Wind. Sein Freistoß führte zum scheinbar entscheidenden 3:1. Den Einbruch danach konnte er auch nicht verhindern. Trotzdem blitzte seine spielerische Klasse auch in diesem Kampfspiel mehr als einmal auf.

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