Das erste Halbjahr der Saison 2007/2008 verlief für Andreas Altenbeck wie eine Achterbahnfahrt.

MSV II: Andreas Altenbeck wieder fit

"Vom Kopf her bin ich stärker zurückgekommen"

tt
09. Februar 2008, 08:59 Uhr

Das erste Halbjahr der Saison 2007/2008 verlief für Andreas Altenbeck wie eine Achterbahnfahrt. "Erst", blickt der Duisburger Abwehrspieler zurück, "war ich in neun Begegnungen dabei, danach kamen die Knieprobleme, die mich lange außer Gefecht setzten." Zwei Arzt-Meinungen holte sich der 19-Jährige ein, danach war klar:

Die Verletzung wird ohne Operation bekämpft! Altenbeck: "Im Gelenk ist ein Stück vom Knochen abgestorben. Dadurch hat sich eine Kniescheiben-Fehlfunktion entwickelt. Ich habe neue Muskulatur aufgebaut, damit alles wieder so funktioniert, wie es sein soll. Umgangssprachlich nennt man das, was ich hatte, Mäusegelenk."

Durch die lange Zeit in der Reha hatte der Youngster Gelegenheit, über alles nachzugrübeln. "Man macht sich viele Gedanken und überlegt zum Beispiel, was man alles besser machen könnte. Für meine Entwicklung war diese Phase bestimmt nicht schlecht, ich würde sogar sagen, dass ich vom Kopf her stärker zurückgekommen bin als vorher."

Altenbeck erklärt: "Ich spiele für mein Leben gern Fußball, das ist für mich das Allergrößte. Ich hänge richtig an diesem Sport und möchte mich natürlich verbessern." Dazu gehört zwangsläufig auch, gewisse Anregungen des Trainers umzusetzen. "Ich habe auch darüber nachgedacht, was Horst Steffen mir gesagt hat. Bei den Sachen, in denen er mich verbessern will, gebe ich ihm zu 100 Prozent recht, auch wenn man das zunächst vielleicht etwas anders sieht. Ich habe mir unter anderem zum Ziel gesetzt, kritikfähiger zu sein."

Da der Zebra-Coach vor allem im Abwehr-Verbund den Trainings- und Vorbereitungs-Hebel angesetzt hat, steht zwangsläufig auch Altenbeck auf dem Prüfstand. Begonnen hat der Nachwuchs-Spieler auf der linken Außenverteidiger-Position, jetzt in der Test-Phase spielt er Innen-Verteidiger. "Das", sagt er, "ist eigentlich die Rolle, die ich in der Jugend immer gespielt habe und auf der ich mich am meisten zuhause fühle. Auf der anderen Seite hat es bei mir auch als defensiver Außen gut geklappt, insofern wäre es eigentlich zweitrangig, wo ich spiele. Hauptsache ist, überhaupt dabei zu sein."

Die Einsatz-Quote sieht bisher vielversprechend aus: In fünf absolvierten Probe-Läufen war Altenbeck drei Mal von Beginn an dabei, wurde zwei Mal eingewechselt. "Der Trainer will natürlich in der Vorbereitung auch rotieren, um seine bestmögliche Formation zu finden", sagt der Defensiv-Allrounder, "es wäre sicherlich schön, wenn ich meine Chance in der Meisterschaft gegen Alemannia Aachen II bekommen würde."

Die Tatsache, dass er lange pausieren musste und sein Vertrag im Juni endet, lässt Altenbeck nicht hektisch werden. "Ich konzentriere mich zu allererst auf meine eigene Leistung, danach kann man sicherlich über alles reden. Ich werde mich sicherlich nicht hinstellen und irgendetwas fordern oder Ansprüche geltend machen. Wichtig ist für mich, wieder in den Spiel-Rhythmus zu kommen und möglichst verletzungsfrei zu bleiben."

Was die Perspektive für die Rückrunde angeht, sieht Altenbeck trotz der Druck-Situation gute Chancen, die Qualifikation zu packen. "Eigentlich habe ich keine Bedenken, die Mannschaft entwickelt sich ständig weiter und befindet sich auf einem guten Weg. Man merkt einfach, dass die Truppe immer weiter wächst."

Autor: tt

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