Stürmische Zeiten beim Bezirksligisten Kirchhörder SC. Seit Jahren dümpelt die Elf aus dem Dortmunder Süden in den unteren Tabellenregionen der 15er Liga herum und schrammte dabei des Öfteren knapp am Abstieg vorbei. Und auch in diesem Jahr wieder das gleiche Bild. Der Abstieg droht. Als wäre das nicht schon schlimm genug, spitzt sich die Situation an der Kobendelle jetzt noch einmal dramatisch zu.

Bezirksliga 15: Muschal, Tenbrink und Balcar sorgen für Wirbel

Droht dem KSC jetzt die sportliche Talfahrt?

nh
08. Februar 2008, 16:05 Uhr

Stürmische Zeiten beim Bezirksligisten Kirchhörder SC. Seit Jahren dümpelt die Elf aus dem Dortmunder Süden in den unteren Tabellenregionen der 15er Liga herum und schrammte dabei des Öfteren knapp am Abstieg vorbei. Und auch in diesem Jahr wieder das gleiche Bild. Der Abstieg droht. Als wäre das nicht schon schlimm genug, spitzt sich die Situation an der Kobendelle jetzt noch einmal dramatisch zu.

Nach dem Rücktritt von Trainer Olaf Muschal drohen die beiden fußballerisch wichtigsten, weil besten Akteure, Sven Tenbrink und Sebastian Balcar ebenfalls mit dem sofortigen Ausstieg aus dem Spielbetrieb. Sollte sich das bewahrheiten, könnte diese Saison für den KSC schnell die vorerst letzte in der Bezirksliga 15 werden. Daher sprach RevierSport online mit Kirchhördes Sportlichem Leiter Fritz Martin darüber, wie der sportliche Absturz verhindert werden soll, warum Muschal wohl so plötzlich die Brocken hingeschmissen hat und was an dem Abgang der beiden wichtigsten Kicker dran ist.

RevierSport Online: Hallo Herr Martin. Wie kam es zu der Trennung zwischen dem KSC und Trainer Olaf Muschal?

Martin: Wir hatten uns mit Herrn Muschal vor einigen Wochen verständigt, zum Rückrundenstart Gespräche über den weiteren Fortgang unserer Beziehung aufzunehmen. Dieses Gespräch fand dann im Anschluss an den Trainingsauftakt am 27. Januar statt. Wegen der insgesamt unbefriedigenden sportlichen Leistungen der letzten Jahre hatte der Vorstand aber vorher beschlossen, mit Muschal nicht zu verlängern, was wir ihm im Verlauf des Gesprächs dann auch mitteilten. Das war fair und es ist auch legitim einen auslaufenden Vertrag nicht zu erneuern. Doch bereits eine halbe Stunde später teilte mir Muschal dann telefonisch mit, dass für ihn dann eben sofort Schluss sei. Das habe ich überhaupt nicht verstanden, aber akzeptiert. Für uns bedeutete das allerdings auch, so schnell wie möglich eine andere Lösung zu finden. Noch am selben Tag verpflichteten wir daher unseren bisherigen KI-Trainer, Volker Engel, und stellten ihm den A-Jugend Coach Martin Pötter als Assistenten zur Seite. Allerdings zunächst nur bis zum Saisonende.

RevierSport Online: Wie hat die Mannschaft darauf reagiert?

Martin: Der Großteil der Truppe will die Saison mit dem neuen Duo durchziehen. Sven Tenbrink allerdings verließ die extra einberufene Mannschaftssitzung, nachdem er von Muschals Rücktritt erfahren hatte und will nicht mehr für uns spielen. Ich habe noch versucht, ihn umzustimmen, aber er zeigte kein Interesse und geht mittlerweile nicht mal mehr ans Handy. Das ist schon enttäuschend, zumal der Verein ihm immer zur Seite gestanden hat. Bei Sebastian Balcar sieht die Sache anders aus. Es war klar, dass er nach dieser Saison aufhören oder sich einen anderen Verein suchen würde. Er ist zurzeit noch schwankend, hat aber bis Montag Bedenkzeit.

RevierSport Online: Der Verzicht auf die beiden bedeutet aber einen immensen Qualitätsverlust. Wie wollen Sie da die drohende Talfahrt verhindern?

Martin: Wir sind da guten Mutes. Die Jungs ziehen beim Training voll mit und wollen gemeinsam alles tun, um die Klasse zu halten. Tenbrink hat das letzte halbe Jahr eh schon wenig gespielt; der Verlust von Sebastian wäre dagegen ein herber. Wir hoffen aber, dass er seine Entscheidung noch einmal überdenkt. Die Mannschaft macht allerdings trotz der Querelen einen gefestigten Eindruck und hat für sich auch ein Motto ausgegeben: ‚Jetzt erst recht’

Autor: nh

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