Seine Spielart kommt an. Mike Terranova ist im Oberhausener
Trikot Arbeitstier und Teamplayer zugleich. „Ich reiße mir immer
den Arsch auf und halte nichts davon, mich auf Lorbeeren auszuruhen“, sagt der Trickser. Revier-Sport sprach mit „Terra“ über Konkurrenz, Ziele und seinen Reifeprozess.

RWO: Wirbelwind Mike Terranova im Interview

„Ich kann mir keinen Wechsel mehr vorstellen"

Thomas Tartemann
05. Februar 2008, 09:22 Uhr

Seine Spielart kommt an. Mike Terranova ist im Oberhausener
Trikot Arbeitstier und Teamplayer zugleich. „Ich reiße mir immer
den Arsch auf und halte nichts davon, mich auf Lorbeeren auszuruhen“, sagt der Trickser. Revier-Sport sprach mit „Terra“ über Konkurrenz, Ziele und seinen Reifeprozess.

Mike Terranova, die Konkurrenz aus Essen, Ahlen und Magdeburg hat in der Winterpause mit Namen wie Baumgart, Chitsulo, Maul, Baltes oder Jans aufgerüstet. Machen Sie sich deswegen Sorgen?
Nein, das juckt uns ehrlich gesagt nicht. Wenn sich ein Einzelspieler nicht ins funktionierende Team einbringt, kannst du sowieso jeden Transfer vergessen. Bleiben wir ohne Verletzung, dann sind wir stark genug, die Leistungen der Hinrunde zu bestätigen. Außerdem haben wir ja auch etwas getan und Tobias Schäper geholt.
Ist er ein Gewinn für RWO?

Das sehe ich durchaus so. Tobias ist variabel einsetzbar, spielt einen sehr guten Ball, hat ein prima Auge für die Situation, ist zudem auch torgefährlich. Er macht richtig Spaß. Wir haben an Qualität gewonnen.

Die „Kleeblätter“ stehen als Aufsteiger auf Platz drei, haben in der Liga durch gelungene Vorstellungen aufhorchen lassen. Was ist in den kommenden Monaten drin?

Das erste Ziel lautet: Die Qualifikation für die neue dritte Bundesliga schaffen. Wenn es mehr wird, dann nehmen wir das gerne mit. Allerdings müssen wir realistisch bleiben. Nach der Hinrunde wird es keine einzige Mannschaft mehr geben, die uns unterschätzt. Sechs Punkte Vorsprung sind für uns nicht so viel, wenn du in einen Negativ-Lauf kommst, dann kannst du ganz schnell rausrutschen.
Bisher gab es eigentlich keine lange Durststrecke...

Wir hatten zwar mal eine Phase, in der es nicht so toll lief, aber wir mussten bisher noch nicht hinterherlaufen, wie es jetzt zum Beispiel Braunschweig machen muss. Deswegen ist es schwer zu sagen, wie wir uns verhalten, wenn wir unter Druck geraten und attackieren müssen.
Sie haben in Ihrer Laufbahn schon einige Stationen kennengelernt, haben in Wattenscheid Zweite Liga und Regionalliga gespielt, waren in Nordhorn und Wuppertal. Jetzt scheinen Sie mit RWO ein gutes Los gezogen zu haben, oder?

Ich bin im zweiten Jahr hier, fühle mich bei Rot-Weiß richtig wohl. Mein Vertrag läuft noch eineinhalb Spielzeiten. Von meiner Seite kann ich mir eigentlich gar keinen Wechsel mehr vorstellen. Hier wurde bislang immer das eingehalten, was auch vereinbart war. Das gegenseitige Vertrauen ist da. Dazu ist die
Kameradschaft super. Wir haben weder Egoisten noch Selbstdarsteller. Es macht richtig Laune.

Sie sind jetzt 31 Jahre alt und seit elf Monaten Vater von Sergio- Jesus. Spüren Sie bei sich eine Veränderung?

Ich bin verantwortungsvoller geworden. Manchmal stehe ich
nachts auf und sehe am Kinderbett nach dem Rechten. Man hat halt Angst, dass irgendetwas sein könnte. Ich freue mich immer, nach Hause zu kommen. Viele Sachen sehe ich heute anders, gelassener. Für mich ist das Vater-Sein etwas ganz Wertvolles und richtig Schönes.

Autor: Thomas Tartemann

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